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An die Seilbahnverantwortlichen von Gstaad-Zweisimmen

Von Urs Herrli-Muriset, Wenslingen

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Berg-Wanderferien im Herbst sind etwas vom Schönsten, das man in der Schweiz erleben kann, weil auch die Gesundheit dabei stark profitiert. Da sind wir uns sicher einig. Die Schulen haben Herbstferien und so zieht es Wanderbegeisterte und ganze Familien und Gruppen in die aussichtsreichen Berggebiete, die mit ihren guten Seilbahnen erklommen werden können. So ist zum Beispiel die Wanderung von Zweisimmen-Rinderberg bis zu den Hornberg-Hotel-Restaurants überall sehr beliebt, auch in unseren Familien, die in Zweisimmen eine kleine Wohnung besitzt. Als Hobbypilot legte ich früher meine versprochenen Alpenflüge immer auf die ersten zwei Wochen der Herbstferien im Oktober, weil in diesem Wetterabschnitt sehr oft schöne Tage mit guter Sicht herrschen.

Nun kommt mein Unverständnis betreffend Betriebstage der Seilbahnen, die zum Beispiel an der Lenk zurzeit elegant gelöst sind: Eine Bahn fährt täglich, die andere stets ab Donnerstag bis und mit Sonntag. Aber was macht man für uns im wichtigen Verkehrsknotenpunkt Zweisimmen? Ausgerechnet in diesen Schönwettertagen der ersten Oktoberhälfte fährt die beliebte Gondelbahn auf den Rinderberg nicht, aber die Gondelbahn auf die Wispile und die zwei Bahnen in der Lenk zum Beispiel fahren dann (eine davon teilweise)!

Ich habe mich auch bei Betreibern von Bergrestaurants informiert und die Antworten waren, wie erwartet, nicht gerade erfreut, denn ohne Gäste gibt es langfristig gesehen nur noch weitere Betriebsschliessungen. Als langjähriger Gast meine ich deshalb: So darf es doch nicht weitergehen und ein «Klein-Klein-Denken» führt ja auch nicht zum Ziel. So kann man im Kampf gegen die vielen anderen Tourismusorte der Schweiz, wie beispielsweise Arosa usw., nur als Verlierer dastehen!

Ein weiteres Beispiel: Es wurde mir von einem anderen Gast gesagt, dass teilweise nicht alle Bahnorte (zum Beispiel Lenk) in einem einzigen Rundreisebillett der Bergbahnen von Gstaad usw. eingeschlossen sind, was ja auch nicht gerade nach einer brillanten Lösung tönt. Selbstverständlich habe auch ich Kenntnis der Bahnfinanzen im beschriebenen Wanderparadies, aber sicher braucht es neben dem vielen Marketing-Aufwand für den schönen und bekannten Ferienort Gstaad auch mehr breit gefächerte Solidarität mit den anderen Orten und Bahnen im ganzen Gebiet. Grosszügige Preisangebote finden auch bei uns Gästen wohlwollende Anerkennung und man ist eher bereit dafür, etwas mehr zu bezahlen.

Ich meine: Ferien sind ja nie gratis! Also liebe Damen und Herren Verantwortliche, vergesst uns Rinderberg-Wanderer bitte bei Ihrer nächsten Jahresplanung für den Wanderherbst 2018 nicht, damit ich auch mit 80 Jahren anfangs Oktober noch meine «Käseschnittenwanderung», wie ich sie nenne, über den Rinderberg bis zu Hansueli Kübli im Hotel-Restaurant Hornberg nochmals zu Fuss erfolgreich absolvieren kann. Ganz im Sinne von Ihrem Leitspruch: COME UP – SLOW DOWN. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis und alles Gute für Sie und das ganze Berner-Oberland!

Erstellt am: 12.10.2017

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