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Bemerkung und Klarstellung zum Leserbrief von Lorenz Dreyer in der SZ vom 18. Januar 2018

Von Hans-Jörg Pfister

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Die Spital STS AG ist eine privatrechtliche AG mit Statuten. Somit ist sie keine Scheinunternehmung und ist klar dem Gesetz unterstellt, nur hält sie sich leider oft nicht an das Gesetz.

Im Auftrag des Kantons sollte die STS AG die medizinische Versorgung nach ihrem Leistungsauftrag in unserer Region sicherstellen, so auch den Rettungsdienst. Die Zeitvorgaben des Gesetzgebers 80/30 werden jedoch meistens nicht eingehalten, was von der GEF leider akzeptiert wird.

Der Kanton ist Hauptaktionär und Eigentümer der Gebäude und Liegenschaften. Die STS AG erhält vom Kanton 55 Prozent Abgeltung für alle stationären Fälle. 45 Prozent übernehmen die Versicherungen. Ambulante Fälle werden vollumfänglich von den Versicherungen übernommen. In der Abgeltung durch den Kanton ist ebenfalls ein Betrag für die Infrastruktur, den Unterhalt usw. enthalten. Leider wird die Konzernrechnung vom Hauptaktionär resp. der Aufsichtsbehörde (Regierungsrat) nur oberflächlich kontrolliert, wenn überhaupt. Somit kann und wird der Betrag für Infrastruktur und Unterhalt wohl auch zweckentfremdet ausgegeben.

Werter Lorenz, dies hat leider auch mit Regierungsrat Pierre Alain Schnegg nicht geändert. Der Gesundheitsdirektor wie die bürgerliche Regierung haben ihre Pflicht, als Aufsichtsbehörde in den letzten Jahren gegenüber der STS AG nicht wahrgenommen. Sie intervenierte zwar bei Gesetzesverstössen, bei Amtsgeheimnisverletzung und Mobbing, wovon der Regierungsrat Kenntnis hat und dokumentierte Vorlagen besitzt, jedoch nichts unternommen hat. Die Bemerkung, Herr Perrenoud habe die GEF zu Boden gefahren, ist übertrieben. Dank Herrn Perrenoud haben wir heute noch ein Spital in Zweisimmen, denn er und die rot-grüne Regierung haben unsere Region im Gesetz als versorgungsnotwendig festgehalten. Was nicht zur Freude der STS war und ist. Die bürgerliche Regierung und der Gesundheitsdirektor Schnegg haben bis heute nichts unternommen, um die stetig steigenden Gesundheitskosten zu senken, damit die Krankenkassenprämien für uns Bürger nicht jährlich steigen. Die Verwaltungsräte werden ausschliesslich mit Personen besetzt, die den Titel Professor oder Doktor tragen, also Leute, die kaum bestrebt sind, die Kostensteigerung der Spitäler für den Steuerzahler und Kanton zu senken. Man hat nicht den Mut, die Honorare der Spitalleitung, die Boni oder die Millionen-Beträge, die in Ärztepools fliessen, zu überprüfen. Der Anreiz für die Ärzte, möglichst viele Operationen machen zu können, ist mit ihrer prozentualen Beteiligung an den Eingriffen und der heutigen Mentalität des Menschen klar. Die Kosten bei den Sozialbezügern zu senken ist einfacher, als die überrissenen Honorare zu hinterfragen. Der Verlust von Wahlstimmen im kommenden März wird aus diesen Reihen weniger gravierend sein als derjenige bei den Göttern in Weiss.

Für mich ist klar, die heutige Regierung wie die Mehrheit der Grossräte, sei es BDP, FDP, SVP, GLP haben für die Anliegen des ländlichen Raums bezüglich Gesundheitsversorgung, Arbeitsplatzsicherung und die wirtschaftliche Entwicklung kein Verständnis und Gehör. Ein Regierungsrat hat mir vor Kurzem offen gesagt «ihr sit Grännige», warum sollten wir ihnen nun als» Grännige» bei den Wahlen unsere Stimme geben?

Wie heisst es so treffend, «Wahltag ist Zahltag», also halten wir uns doch als Wähler daran!! , Zweisimmen

Erstellt am: 25.01.2018

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