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Geplante neue Überbauungen an der Lenk

Von Gertrud Rieder-Hauser

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Die Überbauungsordnung Hohliebe wurde im Simmentaler Anzeiger vom 15. Oktober 2020 publiziert und wir Anwohner wurden zu einer Infoveranstaltung eingeladen. Es sollen maximal sieben grosse und drei kleine Häuser mit total 70 bis 78 touristisch bewirtschafteten Wohnungen realisiert werden. Zudem sind ein Rezeptionsgebäude und sieben kleine Gebäude zur infrastrukturellen Nutzung vorgesehen sowie eine unterirdische, zweigeschossige Autoeinstellhalle mit 75 Einstellplätzen und maximal 15 oberirdische Abstellplätze. Die Zufahrt führt über die bestehende Hohliebestrasse. Durch die Firma metron wurde im Verkehrskonzept dargelegt, dass die Belastung der Hohliebestrasse heute täglich 225 Fahrten aufweist und mit der zukünftigen neuen Überbauung eine Belastung von 500 Fahrten. An der Infoveranstaltung wurde durch Anwohner infrage gestellt, ob diese Zufahrt ausreicht und ob die Nachfrage nach circa 70 neuen Wohnungen tatsächlich vorhanden ist. Gemäss Auskunft der Hohliebi AG und den Gemeindeverantwortlichen wurden diese beiden Fragen mit einem klaren Ja beantwortet. Die Hohliebi AG ist überzeugt, dass durch die Überbauung einheimische Arbeitsplätze erhalten und die touristische Weiterentwicklung angekurbelt werden können. Nur 14 Tage später wurde im Simmentaler Anzeiger vom 29. Oktober 2020 bereits eine nächste grosse Überbauung publiziert, nämlich die Überbauungsordnung Metschbahnen. Nach der Durchsicht der Unterlagen dieser Überbauungsordnung habe ich festgestellt, dass ein sogenanntes «Resort» mit 84 touristisch bewirtschafteten Wohnungen erstellt werden soll. Zudem sind ein Restaurant, Wellnessbereich, Ski- und Bikeshop sowie eine Bäckerei und Kiosk geplant.

Ich frage mich, ob für die über 150 geplanten touristisch bewirtschafteten Wohnungen tatsächlich eine genügende Nachfrage besteht und ob eine Wirtschaftlichkeit gegeben ist. Die heute bereits bestehenden, touristisch bewirtschafteten Wohnungen sollten ja auch noch vermietet werden können. Die ortsansässigen Gewerbebetriebe werden kaum in der Lage sein, ein solch grosses Bauvolumen zu bewerkstelligen. Es können wohl Arbeitsplätze erhalten bleiben, aber was bleibt nach der Realisation dieser grossen Überbauungen? Was hinterlassen wir den kommenden Generationen?

Die beiden Überbauungsordnungen sind auf der Homepage der Gemeinde Lenk im Internet aufgeschaltet und können im Detail eingesehen werden. , Lenk

Erstellt am: 05.11.2020

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