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Hohliebi soll zur Höllenliebi werden?

Von Ulrike Newkold, Hilo und Lenk

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Vor einigen Jahren stimmten die Lenker mit gutem Grund gegen ein riesiges Feriendorf, das auf der Hohliebi gebaut werden sollte. Jetzt plant die Hohliebe AG ein erneutes Projekt auf der Hohliebi: 75–83 bewirtschaftete Ferienwohnungen mit insgesamt 320 Betten, verteilt auf sieben Häuser mit je 8–11 Wohnungen plus drei Häuser mit je zwei Wohnungen, dazu noch ein Verwaltungsgebäude und sieben Nebengebäude sowie eine unterirdische Garage.

Und der Verkehr auf der Hohliebestrasse, eine hauptsächlich einspurige Sackgasse? Dafür werden keine Lösungen geboten, nur «das muss eben gehen». Tatsächlich aber zeigen Berechnungen, die auf Zahlen des Projektplans basieren, dass es zu Spitzenzeiten sehr gut möglich ist, dass sich der gesamten Hohliebestrasse entlang Staus bilden, die sich natürlich auch auf die Rawilstrasse ausbreiten würden. Es käme keine Feuerwehr rauf in die Hohliebi und Anwohner müssten damit rechnen, stundenweise weder raus noch nach Hause fahren zu können.

Das Baureglement für die Hohliebi wurde vor einiger Zeit revidiert, ohne dabei die Hand-in-Hand gehende Verkehrssituation zu regeln. Dies muss jetzt zwingend im Einklang zu jedwedem geplanten Bauprojekt nachgeholt werden. Das eine geht nicht ohne das andere.

Ausserdem soll das Projekt angeblich gut in das Orts- und Landschaftsbild passen, aber das ist weit verfehlt: Die Häuser überragen jegliche existierenden Chalets und sind so dicht gedrängt, dass noch nicht einmal Platz für einen Balkon geplant wurde.

Die Konsequenz dieser Überdimensionierung des Projektes ist ein für Feriengäste wenig attraktives und verkehrsmässig problembelastetes Angebot, das zugleich die Liegenschaften der heutigen Anwohner der Hohliebi abwertet, indem es den Rettungs- und Feuerwehrschutz teilweise entzieht und die bisher wertvolle Aussicht durch übergrosse, wie Fabrikgebäude anmutende Bauten, verbaut.

Werden die Anwohner der Hohliebi bestohlen?

Erstellt am: 05.11.2020

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