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Landwirtschaft produziert Nahrungsmittel für alle – auch nach der Krise

Von Hans Jörg Rüegsegger

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Es ist unbestritten, dass die Landwirtschaft Auswirkungen auf die Umwelt hat und auch für einen Teil der problematischen Emissionen verantwortlich ist. Es ist aber zentral, dass diese Effekte nicht aus einem Selbstzweck der Landwirtschaft entstehen, sondern ein Nebeneffekt bei der Produktion von Nahrungsmitteln für die gesamte Bevölkerung sind. Dieser Umstand entbindet die Landwirtschaft nicht davon, sich zu verbessern, jedoch unterscheidet sie sich genau dadurch massgeblich von anderen Branchen. Grundsätzlich wollen in der Schweiz jeden Tag acht Millionen Menschen aus einem umfangreichen Menüplan auswählen können. Zielkonflikte!

Probleme nicht exportieren, sondern hier lösen
Der bisherige politische und gesellschaftliche Trend setzt eher auf Problemverlagerung als auf Lösung. Die Verlagerung der Nahrungsproduktion ins Ausland, inklusive der negativen Effekte, das ist keine Option, die Corona-Krise lässt grüssen. Schon heute produzieren wir 60 Prozent des bei der Nahrungsmittelproduktion anfallenden CO2 im Ausland. Da insbesondere das Klima nicht ein lokales Phänomen ist, scheint dieses Vorgehen wenig nachhaltig. Vielmehr setzen wir als Branche alles daran, unsere Produktionsprozesse so zu optimieren, um negative Effekte zu reduzieren, ohne die Produktivität zu gefährden. Dazu brauchen wir vor allem auch die Unterstützung der Konsumentinnen und Konsumenten. Mit ihrem aktiven und bewussten Handeln an der Ladentheke – wie in den vergangenen Wochen, saisonal und regional!
Gemeinsam Situation verbessern und Food Waste vermeiden
Es ist jedoch unser ureigenes Interesse im Sinne der Erhaltung unserer Produktionsgrundlagen, Luft, Boden, Wasser, Natur und Biodiversität, dass uns Mögliche zu tun, um eine Verbesserung der Situation zu erreichen. Um dies nachhaltig tun zu können, braucht es die Mithilfe der Konsumentinnen und Konsumenten, die diese Prozesse unterstützen und mit der Bereitschaft entsprechende Leistungen am Markt zu entschädigen, sich gesund zu ernähren und so Food Waste zu vermeiden.

Wir Bauernfamilien danken Ihnen ganz herzlich! , Riggisberg,

Präsident Berner Bauern Verband

Erstellt am: 02.07.2020

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