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Menschenhandel ist grausam, schweigen auch

Von Renata Wehner, Erlenbach

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Deshalb schreibe ich diesen Leserbrief. Am Samstag, 17. Oktober 2020, fand die Kundgebung «Menschenhandel ist grausam, schweigen auch!» in Bern statt. Diese erhob ihre Stimme für Kinder, Frauen und auch Männer, an denen diese Verbrechen begangen werden. Man schätzt, dass es jährlich 2,5 Millionen Opfer des Menschenhandels gibt und 40 Millionen Menschen weltweit versklavt sind.

Menschenhandel gibt es auch in der Schweiz und nicht zu wenig: Als zum Beispiel am 8. Juni 2020 in unserem Land Prostitution mit Körperkontakt wieder erlaubt wurde, löste das einen regelrechten Boom aus.

In EU-Nachbarländern herrschten noch strengere Corona-Verbote. So wurden per Flugzeug, Bus, Bahn und Auto überdurchschnittlich viele von Zwangs- und Armutsprostitution betroffene Opfer in die liberale Schweiz geschleppt. Von aussen erscheinen diese als «selbstbestimmte, legale Sexarbeiterinnen» aus Europa. Manchmal kommen sie auch illegal aus Südostasien, Westafrika und Lateinamerika. Viele blutjunge und minderjährige Frauen sind anzutreffen. Menschenhandel geschieht in unserer nächsten Umgebung!

Ausser sexueller Ausbeutung und Prostitution gibt es auch noch andere Gründe des Menschenhandels: Zum Beispiel werden Menschen auch zur Ausbeutung ihrer Arbeitskraft oder zur Entnahme von Körperorganen angeworben, vermittelt und angeboten. Auch Zwangsarbeit, Schuldknechtschaft, Zwangsheirat, Zwang zur Bettelei und Drogenschmuggel gehören zur modernen Sklaverei. Die versklavten Menschen können aufgrund von Drohungen, Gewalt, Zwang, Irreführung das System nicht mehr aus eigener Kraft verlassen.

Opfer und Täter leben unter uns und fallen nicht immer auf. Vermehrt gibt es in der Schweiz, und auch weltweit, Kräfte, die gegen Menschenhandel aufstehen, Opfer befreien und auch ehemalige Opfer betreuen.

Ehem. tätig in aufsuchender
Milieuarbeit in Thun

Erstellt am: 22.10.2020

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