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Zum Leserbrief von Lorenz Dreyer in der SZ Nr. 3

Von Hans Matti

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Geschätzter Lorenz, ich habe deinen Leserbrief vom 18. Januar 2018 gelesen und bin bei gewissen Meinungen und Darstellungen von dir einig wie z.B. mit nachstehendem Abschnitt: «Freilich waren damals die Vertreter der Bergregion strategielos und hatten für unsere Talschaft keinen Weitblick entwickelt». Ja, was ist nicht schon alles die Simme hinuntergeflossen. Warum sind die jahrelangen Streitereien um das Spital entstanden?

Das Simmental und Saanenland ist eine ausgeprägte Landwirtschaftsregion und eine Hochburg der SVP. Das Saanenland ist im Gegensatz zum Simmental eine weit voraus entwickelte finanzkräftige Region. Im Simmental wurde durch die Simmentaler-Viehzucht die Chance für Industrie und Tourismus verpasst, z.B. die Ablehnung der Schokoladefabrik in Boltigen, die Schliessung der Weissenburger Mineralwasser-Fabrik, die verschlafene Zufahrtsstrasse ins Simmental und zuletzt das Seilziehen um das Spital Zweisimmen mit der vermutlichen Ziel-Verlagerung von Zweisimmen in das alte Spital Saanen mit Zusammenschluss des Spital Château-d’Oex. Am 11. Januar 2018 hat mir Regierungsrat Schnegg, SVP, in Interlaken persönlich gesagt, dass er ein Spital in der Region Simmental/Saanenland will. Richtigerweise ist er nicht bereit, jährlich einige Millionen an die STS AG zu bezahlen. Weiter erläuterte er mir, dass jetzt die Bergregion über den Standort zu entscheiden hat. Ist das vielleicht ein gigantischer Schachzug von Herrn Regierungsrat Schnegg, sich so aus der Schusslinie zu befreien? Hat nicht jetzt die Bergregion mit ihren Verwaltungen, die zum grössten Teil aus SVP-Kreisen kommen, mit der STS AG zusammen die Verantwortung zu tragen? Es wurde längst verschlafen, sich einer anderen Spitalgruppe anzuschliessen.

Es ist falsch zu glauben, dass die zehnjährigen Streitereien und die damit verlorenen Millionen nur auf das Konto von Herr Perrenoud gehen. Haben sich denn unsere SVP-Grossräte und der SVP-Nationalrat auch mit Vollgas, wie alt Grossrat Hans-Jörg Pfister, für das Spital eingesetzt? Wurde nicht alt Grossrat Pfister als Mitglied des Verwaltungsrats STS AG, in Zusammenarbeit mit Herrn Regierungsrat Schnegg nahegelegt, als Verwaltungsrat der STS AG zu demissionieren? Und warum? Grossrat Hans-Jörg Pfister wollte für die Region und die Bevölkerung das Spital Zweisimmen erhalten und keine unnützen Millionen für ein NEUES Spital einsetzen. Hans-Jörg Pfister als Unternehmer weiss, wie hart das Geld zu verdienen ist. So hatte alt Grossrat Pfister, als Verwaltungsrat der STS AG, sich sicher viel von seinem VR-Kollegium als Nicht-Akademiker gefallen lassen müssen? (Mobbing?) Die Simmentaler Bevölkerung hat nicht nur einen FDP-Grossrat verloren, sondern auch einen hervorragender Kämpfer und Politfuchs, der sich mit aller Kraft für die Region eingesetzt hat wie kein anderer Politiker aus dem Tal. Hans-Jörg Pfister war als Grossrat in verschiedenen Kommissionen tätig, so auch in der Finanzkommission, er hatte Einblick, wohin die Gelder flossen. Jetzt sind unsere SVP-Vertreter gefordert, an der Stelle von Pfister für das noch sehr GUTE Spital Zweisimmen zu kämpfen und nicht zu verschachern. , Reidenbach

Erstellt am: 25.01.2018

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