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Zur Wahl des Gemeindeverwalters von Oberwil

Von Hansruedi Aegerter

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Oberwil ist es in jüngster Zeit mehrfach gelungen, sich dank innovativer Infrastrukturprojekte als geschichtsträchtiges, aufgeschlossenes, familienfreundliches und schönes Dorf einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Der Gemeindeschreiber ist ein wichtiger Repräsentant der Gemeinde; als erster Ansprechpartner prägt er ihr Erscheinungsbild massgeblich mit. Gefragt ist eine Person, die die Schnittstellenfunktion zwischen Gemeinderat und Einwohnerinnen und Einwohnern umsichtig und mit Augenmass und politischem Gespür ausfüllt. Ist Niels Fiechter die passende Wahl für diesen Posten?

Herr Fiechter hat sich bisher vor allem durch polemische Auftritte profiliert. Er pflegt einen Politstil, der auf der Geringschätzung so wichtiger demokratischer Werte beruht wie Respekt vor Andersdenkenden, Offenheit, Toleranz und Kompromiss- und Konsensfähigkeit. Dabei, und das ist der springende Punkt, geht es um mehr als um ein Paar Schuhe, die man nach Belieben an- und ausziehen kann, wie Herr Fiechter selber so salopp verspricht. Vielmehr offenbart sich hier eine Grundhaltung, die inkompatibel ist mit dem Amt eines Gemeindeschreibers (worauf auch Jasmine Hartmann in ihrem bedenkenswerten Leserbrief sehr glaubwürdig hingewiesen hat).

Wer einen solchen Personalentscheid fällt, nährt den Verdacht, auf mindestens einem Auge blind zu sein. Es wäre blauäugig, sich der Hoffnung hinzugeben, dass sich Herr Fiechter mit seiner Polemik «in Zukunft etwas zurückhält» und nicht auch noch in letzter Instanz wegen Rassendiskriminierung verurteilt wird. Es genügt, wenn man sich die öffentlichen Statements von Herrn Fiechter einmal genau ansieht. Dann muss auch der Gemeinderat zum Schluss kommen, dass Herr Fiechter wohl ein guter KV-Lehrling gewesen sein mag, das Anforderungsprofil eines Gemeindeschreibers aber nicht erfüllt. Der Gemeinderat ist gut beraten, wenn er auf die besorgten und mahnenden Stimmen seiner Gemeindemitglieder hört und in dieser Angelegenheit noch einmal gründlich über die Bücher geht. ,

Bunschen, Oberwil

Erstellt am: 21.02.2019

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