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50 Jahre «Diemtigstube» – eine Erfolgsgeschichte

Am letzten Samstag fand die Eröffnung der «Diemtigstube» zum 50. Mal statt. Seit 1969 präsentieren Kunstschaffende aus der Region in der «Diemtigstube», (initiiert vom kürzlich verstorbenen Hans Stucki aus Diemtigen), ihre Werke und bieten sie zum Verkauf an. Eine grosse Besucherzahl aus nah und fern erwies der Eröffnung der 50. Ausstellung in der Mehrzweckhalle in Oey die gebührende Ehre. Untermauert war der feierliche Akt von Drehorgelmusik von Peter Bachmann, Reichenbach, im Duo mit den Alphornklängen von Hans von Allmen, Oey.

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50 Jahre «Diemtigstube» – eine Erfolgsgeschichte

Eine Schweizer Premiere mit Hans von Allmen aus Oey am Alphorn, und Peter Bachmann aus Reichenbach an der Drehorgel.

Kulturelle Tradition wurde und wird im Diemtigtal stets gepflegt und dem Wandel der Zeit angepasst. So wurde aus der ersten «Diemtigstube» mit zwölf Ausstellenden im Hirschen Diemtigen, wo vorwiegend Werke aus Holz und Textilien zum alltäglichen Gebrauch ausgestellt waren (so die Erinnerungen von Martin Wymann, Präsident der Naturpark Kommission, in seiner Eröffnungsrede), die heutige «Diemtigstube» in der Mehrzweckhalle in Oey mit 38 Ausstellenden. Ausgestellt sind Kunsthandwerke aus allen möglichen Materialien, von Ytong über Textilien, Holz, Glas, Metall, Edelsteinen bis Nespressokapseln. «Die heutige Diemtigstube ist immer noch gefragt, trotz der digitalen Entwicklung. Der Mensch liebt es, etwas in die Hände nehmen zu können», äusserte sich Martin Wymann weiter.

Die Ausstellung zeigt eine Vielfalt von Kunsthandwerken; es hat für jeden Geschmack etwas! Jedes Jahr wird sie um etwas Neues und neue Ausstellende reicher. Heuer stellen Tanja Mäder aus Heimberg, Marianne Sigrist aus Belp und Romy und Heidi Wendler aus Spiez zum ersten Mal aus.

Ergänzt wird die Ausstellung durch die Bildergalerie zum Thema «Natur» der Malergruppe Diskus (gegründet vom bekannten Maler Paul Müller), und natürlich mit dem «Kaffeestübli». Die Ausstellung dauert bis zum 6. August 2019 und ist täglich nachmittags geöffnet.

Rückblick auf die Geschichte der «Diemtigstube»
Auf einem Extratisch der Ausstellung sind Werke aus früheren «Diemtigstuben» ausgestellt, zum Teil verkäufliche und zum Teil unverkäufliche: Unter anderem die berühmte Grossmutterpuppe von Heidi Mani aus Entschwil, die famosen Kühe samt Umgebung von Carini Bernhard aus Schwenden, ein imposanter Scherenschnitt von David Regez aus Diemtigen, ein kleiner Scherenschnitt von Willy Risler ebenfalls aus Diemtigen, Webarbeiten von Theres Minnig und vieles mehr. Persönlich präsent aus der allerersten «Diemtigstube» war Martha Wiedmer aus Zwischenflüh, welche zurzeit in der Lindenmatte weilt.

Treue Ausstellende mit über 20 Jahren «Diemtigstuben-Erfahrungen» sind auch dieses Jahr wieder dabei: Rosmarie Bärtschi aus Latterbach, mit über 30 Jahren als Ausstellende und 15 Jahren als Verantwortliche für die Organisation der Ausstellung, ebenso wie Verena Reber aus Oey, Ursula Regez aus Latterbach, und Margrit Feller aus Erlenbach.

«Die 50-jährige Geschichte der Diemtigstube ist nur möglich geworden, weil Leute mit Durchhaltewille, Glauben an eigene Fähigkeiten und Vertrauen am Werk waren», erläuterte Marcel Klossner, Vize-Präsident des Gemeinderates bei seiner Eröffnungsrede. «Aber ebenso wichtig war die Offenheit für Neues», ergänzte er. Zum Beispiel der Einbezug von Gästen aus den Partnergemeinden Veseli (Tschechische Republik), Obersiggenthal, (die übrigens auch am heurigen Jubiläum präsent sind), Bolligen und von Künstlern aus Kirgistan.

Die erfolgreiche, 50-jährige Geschichte der «Diemtigstube» nahm ihren Anfang dank dem Initiator der «Diemtigstube 1969», dem im Januar verstorbenen Hans Stucki aus Diemtigen, ehemals Präsident des Verkehrsvereins Diemtigtal. Marcel Klossner drückte die Hoffnung aus, dass sein Werk noch lange lebe und erfolgreich bleibe!

Die nächste Kunsthandwerk-Ausstellung ist die «Weihnachtsausstellung», Ende November.

50 Jahre «Diemtigstube» – eine Erfolgsgeschichte

Dekolämpchen von Margrit Feller.

50 Jahre «Diemtigstube» – eine Erfolgsgeschichte

Häkelkunst von Verena Reber.

Erstellt am: 10.07.2019

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