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7. Juli 1977: Ein Unwetter im Diemtigtal forderte drei Todesopfer

Genau 40 Jahre ist es her, dass der Narrenbach im hinteren Diemtigtal drei Todesopfer forderte. Im Berggottesdienst vom Sonntag, 2. Juli 2017 auf dem Nüegg, gedachte man der Verstorbenen und führte eine Gedenkminute durch.

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7. Juli 1977: Ein Unwetter im Diemtigtal forderte drei Todesopfer

© Fritz Schürch

Der Narrenbach im Diemtigtal nach dem Unwetter vom 7.7.1977.

Am 7.7.1977 ging ein starkes Gewitter mit 10–15 cm Hagel im Gebiet Seebergsee und Menigen nieder.

Es bildete sich im Menigboden ein Stau und als dieser barst, raste eine Sturzflut ins Tal, stiess beim Zusammenfluss von Narrenbach und Fildrich ein Auto mit vier Personen von der Brücke in die Flut. Eine Person konnte sich selber aus dem Auto retten und überlebte, zwei Personen waren im Auto eingeklemmt und verstarben im Auto, eine Person wurde weggeschwemmt und konnte nur noch tot aus dem Fildrich geborgen werden. Grosser Sachschaden entstand längs des Narrenbachs: Die Strasse Richtung Seebergsee war zum Teil weggeschwemmt und Brücken waren unterspült worden. Dank riesigen Verbauungen, die anschliessend durchgeführt wurden, ist der Narrenbach bis heute gezähmt geblieben, ohne weiteres Unheil angerichtet zu haben.

Ein Zeitzeuge berichtet

Ruedi Wenger, damaliger Wasserwehrchef und Feuerwehroffizier vom Tal, erinnert sich noch genau an das Unglück und schildert es eindrücklich im folgenden Bericht:

«7.7.1977, das isch äs Datum, wo me nid so schnell vergisst! Scho bim Zmittag han i gsiit, da hinder im Tal duet sich öpis zemebraue. Am drü, halbi vieri bini telefonisch ufbotte worde: Dr Narrebach chunt, äs Auto mit Lüt sigi im Bach! Bir Fahrt ids Schadegebiet isch mir bir Wampflesagi ä Sturzfluet äntgägä cho. Im Riedli hani no chönne dr Führwehrkommandant Ernst Luginbühl avisiere u churz miner Meldige dürigeh. Nächhär isch Telefonlitig unterbroche gsi. Z’Zwischenflüh isch äs Auto under dr Brügg iklemmt gsi, mit zwüü Persone drin. Mit em Heli het me iih Person borge, aber leider nume no chönne dr Tod feststelle. Dr Heli isch nächhär brucht worde, für Wanderslüt usem Seeberggebiet uszflüge. Bim Hüselihuus isch d’Hüselimueter id Houete düri trage worde. Mit Trax u Bagger het me ds Hüselihuus u ds Rossacherhuus mit Aschütte vo Dämm probiert z’schütze. Di ganzi Nacht isch gwärchet worde. Mit Funk vo de Wiriehornbahne het me ä provisorischi Verbindig erstellt. Händi u anderi Verbindige hets denn kener geh. Erscht gäge Morge het sich di Lag einigermasse normalisiert.»

Erstellt am: 07.07.2017

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