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Verein Freunde des Regionalen Naturparks Diemtigtal (VFRND)

Arbeitseinsatz zugunsten des Alpenbock «Rosalia alpina»

Um dem vom Aussterben bedrohten Alpenbock-Käfer den Lebensraum im unteren Simmental zu erhalten, bedarf es regelmässiger Arbeitseinsätze – und diesen hat sich der VFRND verschrieben. So trafen sich interessierte Vereinsmitglieder am Samstag, 8. Juli 2017, um beim Alpenbockhüttli einen neuen Lebens-Turm für die Kinderstube des Alpenbocks zu erstellen.

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Arbeitseinsatz zugunsten des Alpenbock «Rosalia alpina»

Eine glückliche Baugruppe gibt den Alpenbock-Lebens-Turm zum Bewohnen frei.

Vereinspräsident Christian Germann freute sich, eine stattliche Anzahl Männer, Frauen und auch vier Kinder zum Arbeitseinsatz zu begrüssen – die meisten von ihnen bereits Liebhaber der «Rosalia alpina». Der geplante kurze Arbeitseinsatz am Alpenbock-Standort in Ausserlatterbach wurde wegen der sengenden Sommerhitze auf nächstes Jahr verschoben. So machten sich alle mit Auto oder Velo, beladen mit Werkzeug, Handschuhen, Sonnenhut, viel Tranksame, Picknick und Mückenspray auf in Richtung Alpenbockhüttli. Dorthin hatte Christian Germann vorgängig die grossen und schweren Bestandteile, welche er extra für den neuen Lebensturm angefertigt hatte, transportieren lassen. Nach einer kurzen Erklärung, wie und was zu tun sei, packten alle mit Eifer an: Da wurden Gestrüpp gerodet, Löcher gegraben, Äste gesägt, Löcher gebohrt, gehämmert und zusammengeschraubt – und das wahrlich im «Angesicht des Schweisses», was der Freude am Zusammenarbeiten keineswegs einen Abbruch tat.

So ab und zu waren jedoch ein paar Momente zum Ausruhen im Schatten und Trinken mehr als wohlverdient. Und so nebenbei liessen sich viele Becher mit kleinen aber süssen Waldhimbeeren füllen – wie die fein schmeckten! Um die Mittagszeit stand der neue Lebens-Turm, gefüllt mit zahlreichen bereits etwas verrotteten Ästen als Grundlage, darüber einigen frisch gefällten Buchenstämmen und zuoberst dünneren Ästen mit Löchern für die Insektenbrut, alles überdacht mit Wellblech.

Die Würste auf dem Grill dufteten verlockend, Tomaten und frisches Brot dazu machten das Ganze zu einem feinen Mittagessen. Und wer hätte gedacht, dass eine alte Militärgamelle nochmals ihren Dienst tun sollte… als Wasserkocher auf dem Holzfeuer für Kaffee – einfach genial! So konnte eine feine Tasse Kaffee zu Früchten und Kuchen (herzlichen Dank an Regula Wenger für den wunderbaren Heiteni-Kuchen) genossen werden. Mit Plaudern, sich besser kennenlernen, Ideen für weitere Vereinsaktivitäten kreieren, und einfach «es bitzeli löie» im Alpenbockhüttli vergingen die Nachmittagsstunden im Fluge. Alle waren sich einig: Gemeinsam etwas tun, und sei es für einen kleinen, bedrohten Käfer, macht glücklich und zufrieden.

Herzlichen Dank an Christian und Christine Germann für die Organisation, Vorbereitung – besonders für die aufwändigen und exakten Holzarbeiten – sowie die Durchführung des Anlasses. Zum Schluss: Alpenbock-Käfer haben wir keine gesehen. Vermutlich sind sie aufgrund des warmen, frühen Sommers bereits geschlüpft und ausgeflogen – sie leben ja nur drei Wochen. Lassen wir uns überraschen, wer den neuen Turm zu seiner Kinderstube machen wird. Auskünfte zum Alpenbock oder auch zum Verein gibt Christian Germann gerne. , Mitglied VFRND

Erstellt am: 16.07.2017

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