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Umfangreiche Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrung Erlenbach

«Qualität für die Menschen, das ist unser Ziel»

Die Strassenverbindung ins touristisch geprägte Simmental erzeugt in Erlenbach starken Durchgangsverkehr. Seit Juni 2020 wird nun an der Sanierung der Ortsdurchfahrt gearbeitet. Die erste und zweite von zwölf Etappen ist fertiggestellt, und in den nächsten Monaten wird im Dorfzentrum gearbeitet. An einer Begehung erhielten die Medien in der laufenden Woche einen Einblick in die Arbeit.

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Erneuerung Ortsdurchfahrung Erlenbach

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Wasseranschlüsse, Strassenbelag und Trottoirs: Alles wird in Erlenbach im laufenden Verkehr gebaut.

Bislang sind die Arbeiten gut im Zeitplan freut sich Planungsingenieur Thomas Gruber.

Hier ist noch nichts verändert worden. Die Durchfahrt ist sehr eng.

Eine ausserordentlich schwierig zu gestaltende Engstelle ist die bisherige Abzweigung zum Bahnhof hin. Selbst geübte Chauffeure können hier erhebliche Probleme bekommen.

Wachdienst in Erlenbach

Es staubt sehr auf der Baustelle in Erlenbach.

Wenn ein Lastwagen kommt, müssen die Autos zum Teil aufs Trottoir ausweichen.

Eine provisorische Umgehung für den Schwerlastverkehr ist fast fertiggestellt. Sie soll ab dem nun folgenden Bauabschnitt die Zufahrt zu den Gewerbeunternehmen im Talgrund ermöglichen.

Planungsingenieur Thomas Gruber steht die Zufriedenheit ins Gesicht geschrieben: Vor 17 Jahren hat er mit Vorarbeiten für das Erlenbacher Projekt begonnen. Jetzt geht alles schon in den 3. Bauabschnitt.

Von Kantonsseite im Projektteam verantwortlich ist Christian Schöni (rechts), von Seiten der Gemeinde Erlenbach Walter Klossner (links).

Vor Ort informierten am 1. September Walter Klossner (Bauverwalter der Gemeinde Erlenbach), Thomas Gruber (Theiler Ingenieure AG) und Christian Schöni (Oberingenieurkreis Berner Oberland des kantonalen Tiefbauamts) über den Stand der Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Erlenbach: Was wurde erreicht? Wo sind neue Schwerpunkte aufgetaucht? Und was kommt noch auf die Bevölkerung und die Verkehrsteilnehmer des Simmentals zu?

«Qualität für die Menschen» sei das Hauptziel aller Massnahmen, so das Bau-Team übereinstimmend. Im Einzelnen gehe dieses Qualitäts-Ziel von der Gestaltung des bis weit über die Schweiz hinausgehenden Ortsbildes über die Herstellung der Versorgungssicherheit im Bereich der Zu- und Abwasserversorgung bis hin zu dem grossen Thema Verkehrssicherheit.

Seit jeher war das Simmental von durchlaufendem Verkehr gepräg.

Es wäre aber kurzsichtig anzunehmen, der Simmentaler Verkehr entstünde rein durch den Tourismus, wie Walter Klossner erläuterte. Gerade in den letzten Jahren ist es zu einem hohen Verkehrsaufkommen durch Berufspendler und Handwerksbetriebe gekommen. Und der Corona-Sommer, in dem so viele Schweizer zuhause Ferien gemacht haben, hat dies dann nochmals verstärkt.

Zeitliche Abläufe des Projekts «Ortsdurchfahrt Erlenbach»
Das jetzige Projekt Ortsdurchfahrt Erlenbach hat mittlerweile bereits zwei der zwölf Bauphasen hinter sich: Als Erstes war der etwas mehr als 200 Meter lange bergseitige Ortsanschluss unterhalb des Alterszentrums Lindenmatte an der Reihe, dessen neue Ortseinfahrt die Geschwindigkeit des in den Ort einfliessenden Verkehrs beschränken wird durch eine noch zu installierende «Pförtner-Anlage», eine gepflasterte Mittelinsel und einen neu zu pflanzenden Baumbestand als optisches Hindernis auf die vorgeschriebenen 50 km/h. Zusätzlich wird an der Einfahrt zur «Lindematte» eine Ausweichstelle für LKW und landwirtschaftliche Fahrzeuge eingerichtet.

Als Zweites wurde der talseitige Anschluss hergestellt. Dabei wird das talseitige Trottoir erneuert und unterhalb des Marktplatzes entsteht ein temporärer Rohrlagerplatz.

Die folgenden Arbeiten sind jetzt im Dorfkern angelangt. Man hofft in Erlenbach die Etappen 3, 4 sowie 5.1. und 6.1 mit einer Gesamtlänge von 250 Meter bis Ende des Jahres abschliessen zu können. Ist einmal dieser «Meilenstein» des Projektes erreicht, ist die Ortsdurchfahrt bis auf die Höhe der bisherigen Abzweigung zum Bahnhof hin, vor dem Volg-Laden, fertiggestellt.

Um den Verkehrsfluss auch des Schwerlastverkehrs aus dem Talgrund zu gewährleisten, hat man eine provisorische Bahnhofzufahrt über (noch) privatem Baugrund hergestellt. Man sei aber bestrebt, so Christian Schöni, kantonaler Oberingenieur, aus dem Provisorium ein «Definitivum», also eine Dauerlösung zu machen.

Das kommende Jahr 2021 soll eine annähernde Fertigstellung der dann insgesamt rund 1,2 Kilometer langen Ortsdurchfahrt bringen.

Fotostrecke

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Wasseranschlüsse, Strassenbelag und Trottoirs: Alles wird in Erlenbach im laufenden Verkehr gebaut.

Bislang ist man aber mit allem gut im Plan. Und besonders dem Planungsingenieur Thomas Gruber war sichtlich anzumerken, dass er nun – nach «17 Jahren vorausgehender Planung», wie er stolz betonte – höchst erleichtert war, dass das Projekt nun mit «viel Schwung» vorwärts geht.

Erstellt am: 05.09.2020

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