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Neustart des Praxiszentrums

Aus der Wallbach-Praxis wird das «Lenk Praxiszentrum»

Als im letzten Dezember die Wallbach-Praxis überraschend schliessen musste, herrschte grosse Verunsicherung, wie die ärztliche Versorgung an der Lenk zukünftig aussehen könnte. Bereits zum 4. Mai 2020 kommt nun neues Leben in die Räumlichkeiten: Die Medaxo-Gruppe wird in der Aegertenstrasse ein Praxiszentrum eröffnen. Mit Plänen für weiteres Wachstum.

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Aus der Wallbach-Praxis wird das «Lenk Praxiszentrum»

Klaus Bolkart wird ab Anfang Mai an der Lenk praktizieren.

«Wir freuen uns, eine weitere Praxis im Kanton Bern eröffnen zu können», so Ettore Candolfi, Geschäftsführer für die Bereiche «Apotheke und Praxen» bei der Medaxo-Gruppe. Neben hausärztlich ausgerichteten Praxen in Muri und Thun gehören auch fachärztliche Praxen und eine Apotheke zur Gruppe, ebenso wie die Thuner Hohmad-Klinik und das Angebot der «Mobilen Heimarztpraxis».

Der Name «Wallbach Praxis» verschwindet dabei allerdings. Einerseits, weil man nach den Turbulenzen der Praxis in den vergangenen Jahren einen klaren Schnitt und einen Neustart wolle. Aber auch, weil Ausrichtung und Konzept mit der alten Wallbach Praxis nicht mehr viel gemein haben, was sich im neuen Namen «Lenk Praxiszentrum by Medaxo» bereits deutlich widerspiegelt.

Für die Patienten an der Lenk bedeutet der neue Praxisbetreiber mit seinen innovativen Ansätzen denn auch eine Umstellung. Denn eine Hausarztpraxis alter Prägung wird es so nicht mehr geben. «Ab dem 4. Mai 2020 wird unser Arzt Dr. Klaus Bolkart zunächst Montag und Donnerstag in Lenk praktizieren», so Candolfi weiter. Medaxo sei es sehr wichtig, längerfristig einen Arzt vor Ort zu haben, auf den sich alle Beteiligten einstellen und verlassen können. Ab September 2020 plant Medaxo dann, einen weiteren Arzt mit Vollzeit-Pensum im Praxiszentrum einzusetzen, wobei Dr. Bolkart als verantwortlicher Arzt an der Lenk für die notwendige Konstanz sorgen soll.

Parallel dazu sollen aber auch Sprechstunden von Ärzten aus anderen Fachgebieten im Praxiszentrum stattfinden. «Unser Ziel ist, dass unsere Spezialisten tageweise in Lenk sind und das hausärztliche Angebot durch fachärztliche Angebote vor Ort ergänzt wird», erläutert Candolfi. Aus seiner Sicht könnten davon alle profitieren: Für die Einwohner und Gäste an der Lenk wird sich das ärztliche Angebot vor Ort damit erheblich erweitern und Fahrten zu entfernten Praxen oftmals überflüssig machen. Für die Medaxo bietet es die Möglichkeit, ihre Spezialisten in einem grösseren Gebiet einzusetzen und damit weitere Wachstumspotenziale zu erschliessen.

Erleichterung über die kurzfristige Wiedereröffnung
Die kurzfristige Wiedereröffnung der Praxis wird denn auch mit Erleichterung aufgenommen. «Wir wurden im letzten Dezember von der plötzlichen Schliessung der Praxis durch den früheren Betreiber völlig überrascht», so Dr. Gabriele Fetzer, die als selbstständige Ärztin lange Jahre an der Aegertenstrasse praktizierte und gemeinsam mit ihrem Mann auch Eigentümer der Liegenschaft ist. Umso mehr freut sie sich, dass ihre Bemühungen zur Wiederbesetzung der Praxis bereits nach wenigen Monaten erfolgreich waren. Keine Selbstverständlichkeit, in Zeiten, in denen bekanntermassen traditionell geführte Hausarztpraxen auch nach jahrelanger Suche keinen Nachfolger finden.

Und auch die Wallbach-Praxis schien zunächst ein unlösbares Problem zu werden. Nach Auskunft von René Müller, Gemeinderatspräsident der Gemeinde Lenk, wollte die Gemeinde im Januar 2020 eine Lösung finden. Das Ziel dabei: Ein Konzept, das bereits ansässige Ärzte, Gemeinde, Liegenschaftseigentümer und der neue Praxisbetreiber gemeinsam befürworten würden. «Eine solche, gemeinsame Lösung war nach intensiven Gesprächen nicht möglich», so Müller, ohne dabei auf Details eingehen zu wollen, welche Stolpersteine konkret zum Scheitern der Verhandlungen führten. Auch die Gesundheit Simme Saane AG (GSS AG) stand nach eigenen Angaben in Kontakt mit Interessenten, ohne dass es jedoch zu konkreten Verhandlungen gekommen wäre.

Besondere Freude herrscht auch bei Nursel Hofner, bereits unter dem alten Praxisbetreiber als MPA erste Ansprechpartnerin für die Patienten und von der plötzlichen Schliessung und dem damit verbundenen Wegfall ihres Arbeitsplatzes besonders hart betroffen. Denn auch sie wird für ein Stück Kontinuität sorgen und per sofort telefonisch sowie ab dem 4. Mai auch wieder persönlich in der Praxis tätig sein.

Erstellt am: 23.04.2020

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