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Es war einmal…

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Es war einmal…

Conchi Vega beeindruckte die Kinder.

Das Märchenfestival «Klapperlapapp» ist der Einladung von Lenk- Simmental Tourismus gefolgt und hat seine charismatischen Geschichtenerzählerinnen und Geschichtenerzähler an die Lenk entsandt. Die zahlreichen jungen und jung gebliebenen Zuhörerinnen und Zuhörer tauchten dabei in eine fantastische Welt von abenteuerlichen Fabeln und fantasievollen Geschichten ein.

«Ohne Fantasie gäbe es keine Märchen, aber ohne Märchen hätten wir auch keine Fantasie.»
Als Inspiration für ihre Geschichten aus den Anden erinnert sich Conchi Vega an die Überlieferungen ihres Grossvaters. Dieser weise Mann forderte sie als Kind auf, dass sie im tropischen Regenwald die Geräusche der Umgebung intensiv und bewusst wahrnimmt. Ihr «abuelo» hatte die seltene Gabe, dass er das Gezwitscher der Vögel, das Plätschern des Baches sowie das Rauschen der Bäume in fantasievolle Erzählungen übertragen konnte, die über wundersame Heilungen und mutige Taten berichteten.
«Ohne Märchen hätten wir nicht das unschätzbare Zeugnis, was Menschen schon immer und überall bewegt hat.»
Andreas Sommer ist der Geschichtenerzähler im Feenwald. In seinem mittelalterlichen Gesindegewand und mit seinen Requisiten entführt der Geschichtenerzähler Jung und Alt in vergangene Epochen. Eine böse, alte Hexe lockt die beiden Mädchen Röseli und Resli auf der Suche nach Heilkräutern in den eigenen Zaubergarten. Röseli wird von der Hexe in einen Rosenstrauch verwandelt. Resli gelingt es, mit einer mutigen Tat die eigene Schwester zu befreien. Nachdem die Spannung für die Zuhörer im Laufe des Märchens ins schier Unermessliche gestiegen ist, freuen sich die Kinder und Erwachsenen über ein «happy end». Beide Mädchen kehren wohlbehalten nach Hause zurück und bringen der kranken Mutter die ersehnten Heilkräuter.
«Das Märchen lernt uns, dass das Schicksal es gut mit denen meint, die ihren eigenen Weg gehen, die sich etwas trauen.»
Jolanda Steiner verblüfft im Hexenwald die erwartungsvollen Kinder und ihre Eltern mit der Magie ihres Bühnenbildes und den zahlreichen Perkussionsinstrumenten, die eine akustische Kulisse für das Erzählen ihrer Geschichte schaffen. Das junge Mädchen Betli hat eine böse Stiefmutter und eine neidische Halbschwester, die sie mit Zwangsarbeit im Haus und im Hof unterdrücken. Betli erfährt im Laufe der Erzählung die Gunst einer lieben Hexe, die sie in ihrem gütigen und ehrlichen Verhalten und Charakter bestärkt. Die Zuhörerinnen lauschen gespannt den Worten und den musikalischen Einlagen der Märchenerzählerin. Das junge und jüngste Publikum freut sich ganz besonders, wenn die widerwärtige Halbschwester Babe von der guten Hexe mit einem stinkenden Kuhfladen für ihre bösen Taten bestraft wird.
«Bekannte Märchen sind zeitlebens zeitlos.»
Ein weiterer Höhepunkt des diesjährigen Geschichtenfestivals ist das Minitheater Hannibal. Das versponnene Zürcher Erzählerduo, bestehend aus Andrea Fischer Schulthess und Adrian Schulthess, verpasst den bekannten Märchen und Geschichten ein frisches Kleid. Fulminant, mit viel Mimik, Tragik, Liebe und Witz erzählen und spielen sie Grimm-Klassiker und Co. für Kindsköpfe jeden Alters. Angereichert mit verspielten Requisiten und serviert in stupend wechselnden Dialekten und Stimmungen, fesseln die beiden ihr Publikum von der ersten Sekunde an.
«Märchenerzählerinnen erzeugen die eindrücklichsten Bilder bei ihren Zuhörer/-innen.»
Tinu Baud schafft es mit seiner imposanten Statur und seinem Zylinder, das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Stimmgewaltig und wirkungsvoll erzählt er ohne die Verwendung von weiteren Requisiten, wie der Bär zu seinem Winterschlaf gekommen ist und wie es dem Riesen ergeht, der mit seinem Nachbarn einen Streit beilegt. Tinu Baud gelingt es, alte Geschichten neu zu verpacken und mit Witz und Charme das Publikum in seinen Bann zu ziehen.

Lenk–Simmental Tourismus (LST), unter der Leitung von Albert Kruker, bietet mit dem Geschichtenfestival «Klapperlapapp» seinen kleinen und grossen Gästen ein Familienevent der Extraklasse an. Auf Augenhöhe mit sieben anderen Topdestinationen des Tourismus, wo der Erzählkunst-Event ebenfalls gastiert, erleben Einheimische und Gäste die besten Märchenerzählerinnen der Schweiz hautnah. Gedacht als Alternative zum Wandern und anderen sportlichen Aktivitäten können Familien die Kunst des Geschichtenerzählens als Schlechtwettervariante oder als kulturellen Leckerbissen in ihr Ferienprogramm einplanen. Das Märchenfestival wird im nächsten und übernächsten Jahr wieder stattfinden. «Klapperlapapp» ist ein Puzzlestein in der langfristigen Strategie von LST, den nachhaltigen Familientourismus während der Sommermonate weiterzuentwickeln.

Einen herzlichen Dank möchte ich dem Organisationsteam von LST aussprechen, das aufgrund des schlechten Wetters gezwungen war, kurzfristig die Geschichtenerzähler/-innen vom verregneten Spielplatz am Lenkersee an die trockenen Spielorte ins Dorf zu verlegen. Dank der übersichtlichen Beschilderung und der ausgezeichneten Kommunikation konnten die interessierten Gäste die neuen Räumlichkeiten problemlos auffinden.

Erstellt am: 28.07.2018 / letzte Änderung: 28.07.2018

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