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12. Sommerfest mit Oldtimertreffen auf dem Rossberg in Oberwil

Es surrte und brummte wieder auf dem Rossberg…

Die zwölfte Ausgabe des Sommerfestes mit Oldtimertreffen fand vergangenes Wochenende auf dem Rossberg statt. Trotz der Wetter-Kapriolen fanden zahlreiche Oldtimer Landmaschinen und viele Besucher den Weg auf den Rossberg.

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Es surrte und brummte wieder auf dem Rossberg…

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Die schönen Oldtimer.

Die Füürfäger LaGo.

Rossberg Sagi.

Die ersten Oldtimer tuckerten bereits am Donnerstabend auf den Rossberg, als die Organisatoren des Festes, die Musikgesellschaft Oberwil (MGO) noch am Einrichten und Aufbauen der Festhütte waren. Die MGO, wie scheinbar auch die Oldtimer-Aussteller, konnten es kaum erwarten bis am Freitagabend die Tore der Festhütte geöffnet und das zwölfte Sommerfest mit einem Ständli der Kleinformation der MGO eingeläutet wurde.

Der Samstagmorgen startete mit ein paar heftigen Windstössen und Regentropfen. Petrus änderte seine Meinung aber schnell und über die Mittagszeit war es heiss und sonnig auf dem Rossberg. Auch dieses Jahr durfte die MGO erneut Oldtimer jeglicher Marke, Grösse und Jahrgang begrüssen. Nebst Traktoren gab es Transporter, MB-Tracs, Unimogs und Einachser mit diversen Anbauten zu bestaunen. Ihre Besitzer, teils bekannte Gesichter, teils auch neue Oldtimer-Freunde, gaben gerne Auskunft über ihre Errungenschaften und führten diese vor. Als Präsent für die Aussteller der Landmaschinen gab es dieses Jahr einen mit Logo bedruckten Hut.

Rossberg-Sagi in Betrieb
Christian Aegerter nahm die Rossberg-Sagi in Betrieb, welche am Bach neben der Festhütte steht. Der einheimische Zimmermann sanierte und restaurierte in den letzten Jahren die mit Wasser angetriebene Säge, welche zwischen 1750 bis 1800 erbaut wurde. Das Wasser, welches vom Eygraben abgeleitet wird, fliesst durch den Känel auf das Wasserrad mit 2,9 Meter Umfang. Das Wasserrad dreht sich ungefähr 30 Mal pro Minute und setzt mit seinen zwei PS das Antriebsrad des Sägeblatts in Bewegung.

François Lybride, Sommerfest-Stammgast aus der Westschweiz, brachte dieses Jahr eine Dampfmaschine mit, welche für die Herstellung von Uhren benutzt wurde. Das Objekt, welches er in einer Brockenstube ersteigert hatte, wurde zirka 1890 erbaut.

Das heftige Gewitter am Samstagnachmittag zwang die MGO, den Aussenstand so schnell wie möglich zu schliessen und die Leute begaben sich flink in die Festhütte. Anstelle eines kalten Biers genehmigte man sich einen feinen Musik-Kaffee zum Aufwärmen. So schnell wie das Gewitter gekommen ist, war es auch wieder vorbei. Bei Sonnenschein am späteren Nachmittag trafen die letzten Oldtimer-Aussteller auf dem Höhenplateau ein.

Oldtimer auch über Nacht bewacht
Dank der warmen Temperaturen durfte die MGO am Samstagabend zahlreiche Besucher auf dem Gelände begrüssen. Für Tanz und Unterhaltung sorgte das Schwyzerörgeliquartett Campagna, welches viele tanzbegeisterte Paare auf die Bühne lockte. Das Ständli der Kleinformation der MGO fand an diesem Abend besonders Anklang und das Publikum sang beim einen oder anderen Stück sogar mit. In der Festhütte und der Bar wurde bis in die frühen Morgenstunden getanzt, gelacht und gefeiert. Die wertvollen Oldtimer wurden die ganze Nacht bewacht, sodass ihre Besitzer, teils in Zelten, Wohnwagen oder den umliegenden Gasthäusern, ruhig schlafen konnten.
Traditionelles Blaskapellen-Konzert nach dem Zmorgebuffet
Der Sonntagmorgen startete traditionellerweise mit dem Frühstücksbuffet. Das Konzert der Blaskapelle Venovana über die Mittagszeit gehört zur Tradition und fand mit dem abwechslungsreichen Programm bei den Zuhörern grossen Anklang. Als Highlight am Sonntag reisten ein Dutzend Männer und zwei Frauen der «Füürfäger LaGo» (Landiswil-Goldbach) aus dem Emmental an und zeigten in einer Show, wie mit einer Handruckspritze vor über hundert Jahren ein Feuer gelöscht wurde. Die Spritze leistet zehn bar und die Wurfweite ist bei 31 bis 32 Meter, sofern genüg Leute anpacken und pumpen. Erbaut wurde die Spritze im Jahr 1880 von den Gebrüdern Aebi, zwei Jahre vor der Gründung ihrer wohlbekannten Firma.

Am Nachmittag spielte das Schwyzerörgeli Trio Wasserfall nochmals zum Tanz auf und die Kleinformation bedankte sich bei den Besuchern mit einem Ständli. Auch der Sonntag blieb nicht trocken und wiederum musste gerannt werden, um alles ins Trockene zu räumen. Viele der Oldtimer verabschiedeten sich am Nachmittag und traten die Heimreise an.

Die MGO bedankt sich ganz herzlich bei den vielen Oldtimer-Ausstellern und den Fest-Besuchern, die jährlich den Weg auf den Rossberg finden. Ein weiterer Dank gilt den zahlreichen Helfern, welche mit ihren fleissigen Händen und schnellen Beinen einen grossen Beitrag zum Fest leisteten.

Die Musikgesellschaft Oberwil freut sich bereits auf das 13. Sommerfest mit Oldtimertreffen im Juli 2020.

Erstellt am: 11.07.2019

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