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Gemeindeversammlung St. Stephan

Die Stimmenden waren sich einig

An der Gemeindeversammlung St. Stephan vom 23. Mai haben die 39 anwesenden Stimmberechtigten im Versammlungsraum des Schulhaus Moos die Rechnung 2016 und alle sieben Vorlagen gutgeheissen. Das Tourismusbüro wird in die Gemeindeverwaltung integriert.

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Die Stimmenden waren sich einig

© LEUZINGER FRITZ

Mit 120 000 Franken beteiligt sich die Gemeinde St. Stephan an der Erneuerung des Aussenbeckens der Erlebnisbad Lenk-Simmental AG.

«Das Mitteilungsblatt zur Gemeindeversammlung war umfassend und informativ», begründete St. Stephans Gemeindepräsident Albin Buchs die Anwesenheit von nur 39 (knapp vier Prozent) Stimmberechtigten. Wie die Rechnungsablage 2016 erlangten alle Vorlagen diskussionslos die einheitliche Zustimmung.

Besser als budgetiert

Erstmals präsentierte Gemeindeverwalter Beat Zahler die Jahresrechnung 2016 nach dem neuen Rechnungsmodell HRM2. Der Gesamthaushalt mit rund 6,7 Millionen Franken Aufwand und Ertrag schloss mit einem Mehraufwand von 3271 Franken. Der Verlust von 24 700 Franken im allgemeinen Haushalt konnte durch die Spezialfinanzierungen zur Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallentsorgung nahezu aufgefangen werden. Mit fast 5,4 Millionen Franken war die laufende Gesamterneuerung der Wasserversorgung der grösste Investitionsposten. Gemeindepräsident Buchs: «Das Resultat ist besser als budgetiert. Es ist das Ergebnis eines haushälterischen Umgangs mit den Steuergeldern auf allen Gemeindeebenen.»

Tourismusbüro zieht um

St. Stephan ist durch seine geografische Lage im Sandwich der beiden Tourismusdestinationen Adelboden-Lenk-Kandersteg (TALK) und Gstaad-Saanenland (GST). Der Tourismusverein, seit 2003 zur Lenk-Simmental Tourismus AG (LST) gehörend, hat sich kritisch gegen TALK gestellt (wir haben berichtet). Beweggründe waren zum einen die Büro-Öffnungszeiten von nur noch 40 Prozent. Andererseits sind die Kontakte zum Saanenland im gleichen Verwaltungskreis enger.

Das Tourismusbüro bei der Raiffeisenbank muss den neuen Sicherheitsvorschriften entsprechend ohnehin ausquartiert werden. Mit dem genehmigten Dienstleistungsvertrag wird die Gemeindeverwaltung künftig das Tourismusbüro führen. Die Sachgeschäfte bleiben beim Tourismusverein. Im Jobsharing zwischen Gemeinde und Tourismus wird Eric Berset die Geschäftsstellenleitung übernehmen. Durch den Einzug des Tourismusbüros in die Gemeindeverwaltung müssen Arbeitsplätze umplatziert und bauliche Anpassungen für rund 200 000 Franken vorgenommen werden.

Schüler schwimmen an der Lenk

St. Stephan steht touristisch auch nahe der Lenk. Bei der Erlebnisbad Lenk-Simmental AG steht die Erneuerung der Aussenbecken-Anlage von 1,8 Million Franken an. Gemeinderätin Pia Perren: «Der Tourismus ist der Motor unserer Wirtschaft und das Erlebnisbad gehört zum Angebot für Einheimische und Gäste. Zudem ist das Schulschwimmen nicht mehr wegzudenken.» Mit dem Beitrag von 120 000 Franken an die Erneuerung des Aussenbeckens beteiligt sich St. Stephan an der touristischen Infrastruktur.

Trotz genügend Trinkwasser

St. Stephan verfügt über genügend Trinkwasser-Ressourcen. Nach dem Wasserversorgungsgesetz ist es verpflichtet, in Engpässen benachbarte Wasserversorgungen zu beliefern. Nach Lenk im letzten Jahr wurde nun auch Zweisimmen ein Wasserbezugsrecht als Versorgungssicherheit zugesagt. Die Kosten an die benötigten Ausbauten tragen die beiden Wasserversorgungen auf ihrem Gemeindegebiet selber. Mit einmaligen 849 000 Franken kauft sich die Wasserversorgungsgenossenschaft Zweisimmen in St. Stephan ein.

Weitere Vorlagen

Zur Erhaltung und Pflege von Schutzbauten und der Aufforstungen gegen Naturgefahren wurde dem Verpflichtungskredit von 260 000 Franken zugestimmt. In den letzten Jahren wurden verschiedene Schutzbauten und Aufforstungen so am Gandlauenen, im Rutschgebiet Walkeren und im Fermel realisiert. Letztes Jahr ist das Erhaltungs- und Pflegeprojekt abgelaufen und musste für die kommenden fünf Jahre erneuert werden. Von Bund und Kanton werden dazu namhafte Beiträge (81 Prozent) erwartet.

Für die Sanierung des Eygässli mit geänderter Strassenführung aus Sicherheitsgründen und gleichzeitiger Erneuerung der Versorgungsleitung wurden insgesamt 480 000 Franken gesprochen. Baubeginn ist im August 2017 vorgesehen.

Erstellt am: 01.06.2017

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