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Vier Tage Wimmiser «Chirschmueset»

An der Wimmiser «Chirschmueset» wurde die «Delikatesse» in vier Tagen und Nächten zubereitet. Über zwölf bis vierzehn Stunden wurde der reine Kirschensaft über dem Feuer gerührt. Das so nach alter Tradition entstandene Produkt ist Delikatesse und Heilmittel zugleich. Die verarbeiteten 1400 Kilogramm Kirschen ergaben 340 Kilogramm fertiges «Chirschmues».

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Vier Tage Wimmiser «Chirschmueset»

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Kirschen-Annahme.

Kirschen auspressen, dazu sollte man die Sonntagskleidung zu Hause lassen.

Anbrennen lassen verboten! Die Qualität hierbei ist das höchste Gut.

Das noch heisse Chirschmues wird sofort abgefüllt.

Während vier Tagen wurde in Wimmis «Chirschmues» zubereitet. Unter der Leitung von Werner Lengacher war ein Team, bestehend aus über hundert Helferinnen und Helfern, jeweils ab 17 Uhr bis anderntags um 9 Uhr am Werk. In dieser Zeit kommen rund 25 Personen zum Einsatz: Beginnend mit der Annahme der Kirschen, vorwiegend von Bauern aus Einigen angeliefert, dann geprüft und sortiert und anschliessend püriert. Diese Masse wird danach mit zwei Streifstöcken durch Leinensäcke gepresst. Mit dieser Arbeit sind neun Personen beschäftigt. Aus 350 Kilogramm schwarzen Kirschen kommt dann der reine Kirschensaft, ungefähr 300 Liter, in ein Kupferkessi, wo die Kochmannschaften in je drei Schichten zu fünf Stunden ausgiebig Feuer machen und zugleich ununterbrochen durch Rühren die Masse in Bewegung halten, Anbrennen lassen ist verboten!

Hat der Saft die nötige Konsistenz erreicht, kommt das Kessi ab dem Feuer und der Inhalt wird sofort durch vier Frauen in Gläser zu Kilo, Pfund und Halbpfund abgefüllt. Wenn am Abend die Gläser abgekühlt sind, kommen die Deckel darauf, mit Etiketten «Wimmiser Chirschmues» und Herkunftsnachweis beklebt. Bei allen diesen Arbeiten und Verrichtungen kamen pro Tag/Nacht 27 Freiwillige zum Einsatz.

Seit 1982 wird dieses alte Brauchtum regelmässig gepflegt. Wimmis Tourismus und die Musikgesellschaft stellen einen Grossteil der freiwilligen Helferinnen und Helfer. Mit bald achtzig Jahren denkt der Schreibende ans Aufhören und hofft auf eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger.

Erstellt am: 16.07.2020

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