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Spital Zweisimmen

Neue Notstromversorgung ist einsatzbereit

Ein Spital benötigt nicht nur Ärzte und Pflegekräfte. Immer mehr Stromverbraucher sind über die Jahre ins Spital gekommen und immer mehr Geräte für Diagnostik und für den Informationsfluss enthalten eine Computersteuerung. Moderne Elektronik, die sehr empfindlich auf Stromausfälle reagiert – selbst wenn es sich nur um kurze Aussetzer handelt, die von Menschen gar nicht oder nur als leichtes Flackern des Lichts wahrgenommen werden. Die Spital STS AG hat sich am Spital Zweisimmen daher für eine komplett neue Notstromversorgung entschieden, um einen sicheren und unterbrechungsfreien Betrieb zu gewährleisten.

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Notstrom am Spital Zweisimmen

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© Armin Berger

Die neue Notstromanlage neben dem Spital Zweisimmen: unauffällig und kompakt kann sie den gesamten Spitalbetrieb sicherstellen.

© Armin Berger

Unter Dauerstrom: Andreas von Weissenfluh und Hanspeter Streit (beide Haustechnik) und Daniel Rindlisbacher (IT/Medizintechnik)

© Armin Berger

Fast zwei Tonnen Schwungmasse in einem unauffälligen weissen Gehäuse: die unterbrechnungsfreie Stromversorgung.

© Armin Berger

Mit der neuen Notstromanlage kamen auch viele Meter neue Kabel ins Spital Zweisimmen.

© Armin Berger

Kilometer Meter Kabel – vieles davon nur provisorisch, um einen störungsfreien Betrieb des Spitals während der Bau- und Installationsarbeiten zu ermöglichen.
Nicht nur Notstrom, sondern auch unterbrechungsfrei

«Mit dem neuen Notstromsystem können wir die Stromversorgung in allen wichtigen Bereichen unterbrechungsfrei sicherstellen», freut sich Daniel Rindlisbacher, verantwortlich für IT und Medizintechnik über die Anlage. Denn da lag in der Vergangenheit eine Schwierigkeit: Zwar gab es auch bisher selbstverständlich schon eine Notstromanlage – bis diese angelaufen war und tatsächlich Strom produzierte, konnte es schon mal eine Weile dauern. Gift für empfindliche elektronische Geräte. «Patienten kamen damit aber nie in Gefahr», betont Rindlisbacher, denn «wir haben in Zweisimmen keine Intensivstation – selbst wenn während einer OP mal kein Strom da sein sollte, könnte der zuständige Anästhesist eine Beatmung von Hand überbrücken; mit einem Beatmungsbeutel.»

Das neue Diesel-Aggregat von der Uetendorfer Firma bimex Energy AG, in Kombination mit einer kompakten Anlage für die unterbrechungsfreie Stromversorgung von der deutschen Firma Piller im Harz, bringt die Notstromversorgung am Spital Zweisimmen nun auf den neuesten Stand. «Während alte Dieselaggregate schon mal Startschwierigkeiten hatten und relativ lange brauchten, bis sie wirklich am Laufen waren, ist die neue Anlage der bimex Energy so zuverlässig und schnell wie ein normaler Auto-Motor», ist Patrick Lanz überzeugt. Er ist vom Hersteller bimex verantwortlich für die reibungslose Installation der Anlage. Innerhalb weniger Sekunden ist der Motor zuverlässig gestartet und übernimmt die Stromversorgung für das gesamte Spital.

Die wenigen Sekunden, die dann noch zu überbrücken sind, werden umweltfreundlich und zuverlässig bereitgestellt. Anstatt wie anderorts auf Akkus zu setzen, die ökologisch bedenklich und mit hohem Verschleiss bzw. Leistungsverlust behaftet sind, wird im Spital Zweisimmen nun kinetische Energie vorgehalten: Eine stets mit bis zu 5400 Umdrehungen pro Minute rotierende Schwungmasse von fast zwei Tonnen Gewicht übernimmt bei einem Stromausfall die Sofortversorgung – ähnlich wie ein Dynamo am Fahrrad. 300 Kilowatt über einen Zeitraum von 20 Sekunden kann der kompakte Koloss liefern – weit mehr als das Spital Zweisimmen in der Spitzenlast braucht und um ein Mehrfaches länger, als der neue Notstromdiesel an Zeit benötigt, um zu übernehmen.

Erstellt am: 22.12.2020

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