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Ordentliche Generalversammlung der Wasserversorgungsgenossenschaft

Vertrag für 75 Jahre Wasserlieferung aus St. Stephan genehmigt

Eine Woche vor der Schwimmbaderöffnung durfte Präsident Richard Spalinger 24 Personen zur ordentlichen Generalversammlung, letzten Freitagabend im Schwimmbad-Restaurant, willkommen heissen. Dem verstorbenen, ehemaligen Vorstandsmitglied und Vizepräsidenten Reinhold Müller sowie Armin Bergmann gedachte man in einer Schweigeminute.

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Rück- und Ausblick der Geschäftsführerin

«Alles hat seinen gewohnten Lauf genommen und keine besonderen Ereignisse sind eingetreten», so die zusammenfassenden Worte von Eva Regli. Dass trotz dem «gewohnten Lauf» immerhin 17 kleinere und grössere Arbeiten bewältigt werden mussten, darf nicht vergessen werden. Pump-Turbine läuft, Entkeimungsanlagen installiert, Fertigstellung Verbindungsleitung, Vermeidung von Lecks, Erneuerungsbedarf usw. sind nur einige der vielen Tätigkeiten, welche die WVG immer wieder zu erledigen hat. Dazu waren insgesamt zwölf Vorstandssitzungen und acht Besprechungen nötig.

Blickt die Geschäftsführerin in die Zukunft, wartet bereits das wohl grösste Geschäft in der WVG-Geschichte: Der Kanton verlangt, dass eine geologisch unabhängige Verbindung zu einer zweiten Wasserfassung erstellt werden muss. Diese wird im Jahre 2018–2019 nach St. Stephan erfolgen und ist momentan noch in der Planungsphase.

Ausgeglichene Jahresrechnung

Die Jahresrechnung, ebenfalls von Geschäftsführerin Eva Regli verfasst, schliesst ausgeglichen ab. Das Umlaufvermögen beträgt 1,3 Mio., das Eigenkapital 1,9 und die Brandversicherungswerte 5 Mio. sowie die Wiederbeschaffungswerte 24 Mio Franken. Die investierten 45000 Franken für die Anschlussleitung vom Fang zur Hamilton Lodge wird wohl wegen Konkurs nicht mehr beglichen werden. Die Anteilscheine werden wiederum mit 10 Prozent verzinst.

Das Budget sieht ein Defizit von 28000 Franken vor. Die «gute Seele» der WVG, Eva Regli, wird auf Ende 2018 demissionieren. Da ihre Stelle neu besetzt werden muss und vermutlich mehr Stellenprozente benötigt werden, ist auch diese Übergangslösung teilschuldig für das Budget-Defizit. Angela Thierstein wurde neu in den Vorstand gewählt. Die Revisionsstelle bleibt die gleiche: T+R. Sämtliche Traktanden wurden einstimmig genehmigt.

Wasserlieferungsvertrag mit St.Stephan

Von Berner Amtes wegen verlangt eine Generelle Wasserversorgungsplanung (GWP), dass die Bevölkerung nicht nur von einer grossen Quelle Wasser bezieht, sondern es muss die Möglichkeit bestehen, dass von zwei geologisch unabhängigen Quellen Wasser bezogen werden kann. Für Bakterien gibt es neuerdings sogar eine ominöse Null-Toleranz und weitere Bedingungen müssen ebenfalls erfüllt werden. Da die WVG insgesamt über sechs Quellen sowie acht Reservoirs oder Pumpstationen verfügen kann, sollte man annehmen, dass mit diesen Einrichtungen den extrem perfekten und Höchstansprüchen des Gesetzesvorschreibers genüge getan werden könnte. Dem ist nicht so. Es wurden deshalb von der WVG zusätzliche Grundwasser-Bohrungen ausgeführt, mit dem Ergebnis, dass darin zuviel Sulfate vorkamen. Das Grundwasserpumpwerk bei der Zivilschutzstelle Gwatt liegt in keiner von drei vorgeschriebenen Schutzzonen und ist abgesprochen. Andere gefundene Quellen haben zu kleine Kapazitäten usw.

Da St. Stephan über viel Trinkwasser verfügt und locker auch noch an Zweisimmen und Lenk abgeben könnte, bleibt diese Möglichkeit die einzig realistische Lösung für den Gesetzes-Perfektionismus, welcher vielleicht 75 Jahre nie gebraucht wird. Nur diese zweite Sicherheit ist dem Kanton genehm, welche dann auch vom ihm finanziell unterstützt wird. Die nachfolgende Vertragsvorstellung dauerte rund eine Stunde, bis auch dieses für das Bauwerk nötige Dokument einstimmig genehmigt werden konnte. Die WVG offerierte alsdann einen kleinen Imbiss.

Erstellt am: 26.05.2017

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