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Bernisch Kantonales Schwingfest in Affoltern

Kilian Wenger glänzte mit drittem Kantonalfestsieg

Nach gut einer Minute konterte Kilian Wenger im Schlussgang des Berner Kantonalen in Affoltern am 9. Juli einen Kurzversuch von Christian Stucki mit einem Gammen und gewann damit bereits zum dritten Mal den Grossanlass vor über 12 000 Besuchern. Ruedi Roschi holt einen zweiten Kranz ins Simmental. Erneut unglücklich kämpfte Patrick Gobeli.

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Kilian Wenger glänzte mit drittem Kantonalfestsieg

© EQ Images

Bernisch Kantonales Schwingfest Affoltern: Festsiger Kilian Wenger (Horboden) Rang 1a.

Die grossen Erwartungen, die das Teilverbandschwingfest der Berner Schwinger in Affolternim Vorfeld hervorgerufen hatten, konnten vergangenen Sonntag vollauf erfüllt werden. Der Sieg von Kilian Wenger war natürlich für die vielen angereisten Simmentaler der absolute Höhepunkt. Kilä bezwang im ersten Gang den Emmentaler Christian Gerber, dies nachdem sich sein zugeteilter Gegner, der starke Innerschweizer Mike Müllestein, am Knie verletzte und den Wettkampf abbrechen musste.

Schlussgang zwischen Favoriten

Mit Siegen gegen Philipp Reusser und Simon Röthlisberger blieb Kilian Wenger dem Seeländer Christian Stucki hart auf den Fersen. Denn der Seeländer Hüne sah bis zum Schlussgang wie der sichere Tagessieger aus. Im Blitztempo reihte Stucki Sieg an Sieg und stand nach fünf Gängen mit einem Vorsprung von 1,25 Punkten zu Buche. Dies bedeutete, dass Stucki selbst nach einer Schlussgangniederlage als Co-Sieger dastehen würde. Kilian Wenger, der im vierten Gang die Punkte mit dem ebenfalls sehr stark schwingenden Matthias Aeschbacher teilen musste, holte sich die Schlussgangqualifikation mit einem Plattwurf gegen Thomas Gerber. Zusammen mit Matthias Aeschbacher lag Kilian Wenger nach fünf Gängen im zweiten Rang. Wie erwartet wurde dabei dem Oberländer vom Einteilungskampfgericht der Vorzug in den Schlussgang gewährt. «Dieser Tag wird mir immer in Erinnerung bleiben. Erstmals konnte ich heute Christian Stucki bezwingen. Hätte ich diesen Konter nicht anbringen können, so hätte ich im Verlauf des Schlussganges volles Risiko auf mich genommen. Auch auf die Gefahr hin, dass ich gegen Chrigu verloren hätte», dies die Aussage des überglücklichen Festsiegers.

Ruedi Roschi mit solider Leistung

Bereits seinen sechsten diesjährigen Kranzgewinn konnte Ruedi Roschi in Affoltern realisieren. Der überall beliebte Diemtigtaler eröffnete seinen Wettkampf mit einem gestellten Gang gegen Remo Käser. Mit Siegen gegen Colin Schlüchter, Thomas Schenk und René Berger brachte sich Roschi nach vier Gängen ins Gespräch um eine eventuelle Schlussgangteilnahme. Dieses Vorhaben wurde jedoch von Christian Stucki brutal durchkreuzt. Bereits nach dem ersten Griffe fassen wurde Roschi vom Seeländer platt bezwungen. Mit einem Sieg gegen den zähen Valentin Steffen holte sich Ruedi Roschi jedoch die nötigen Punkte zum Kranzgewinn.

Gute Arbeit schlecht belohnt

Für eine starke Leistung wurde Patrick Gobeli schlecht belohnt. Nach einer Niederlage gegen Valentin Steffen folgte ein Plattwurf gegen Martin Aeschlimann. In einem aufopfernden Gang teilte Patrik die Punkte mit dem starken Nordostschweizer Eidgenossen Domenic Schneider. Nach einem Sieg im vierten Gang gegen Adrian Schenk wurde Gobeli mit dem Neueidgenossen Philipp Reusser in die Hosen befohlen. Auch hier fand der sicher höher eingestufte Eidgenosse kein Siegesrezept gegen den Obersimmentaler. Trotz des Sieges im sechsten Gang gegen René Berger fehlte am Ende wieder einmal das berüchtigte Vierteli zum an sich verdienten Kranzgewinn.

Noch härter, um nicht zu sagen unfair, wurde Marcel Wenger vom Einteilungskampfgericht angefasst. Nach einem Sieg im ersten Gang wurde der Bruder von Schwingerkönig Kilian Wenger bereits im zweiten Gang mit dem routinierten mehrfachen Eidgenossen Thomas Sempach eingeteilt. Die durch die Niederlage verlorenen Punkte holte Marcel mit zwei Siegen wieder auf. Im Kranzausstich hatten die Einteilungskampfrichter kein Einsehen für die gezeigte Leistung von Marcel Wenger. Mit Domenic Schneider im fünften und Willy Graber im sechsten Gang wurden dem 18-jährigen Diemtiger zwei absolute Spitzenschwinger zugeteilt. Was für Gründe zu diesem Verdikt geführt haben, bleibt mit Sicherheit immer ein Geheimnis.

Erstellt am: 12.07.2017 / letzte Änderung: 12.07.2017

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