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Neue Partnerschaft zwischen Spitex Obersimmental und Altersheim Matten

Zwei regionale Organisationen spannen beim Mahlzeitendienst zusammen

Vor rund zwei Jahren haben sich Ueli von Känel, Betriebsleiter der Spitex Obersimmental, und Andreas Kurzen, Heimleiter des Alterspflegeheims Dorfmatte, über allfällige Gemeinsamkeiten ausgetauscht. Dabei kristallisierte sich im Laufe des zu Ende gehenden Jahres unter anderem eine Zusammenarbeit im Mahlzeitendienst heraus. Nach diversen Abklärungen nimmt diese nun konkrete Formen an: Ab Ende Januar werden die Mahlzeiten für die Spitex Obersimmental sowie die Tagesschule Lenk durch die Küchenequipe des Alterspflegeheimes Matten zubereitet.

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Zwei regionale Organisationen spannen beim Mahlzeitendienst zusammen

Im Alterspflegeheim Dorfmatte wurden die neuen Warmhaltegebinde mit Porzellaneinsatz für den Mahlzeitendienst präsentiert (von links): Heimleiter Andreas Kurzen, Marianne Messerli, Vorstandsmitglied Spitex, das Küchenteam Margrit Moor und Michael Bühler sowie Ueli von Känel, Spitex-Betriebsleiter.

Seit rund acht Jahren bietet die Spitex Obersimmental das wertvolle Angebot des Mahlzeitendienstes an. Bisher wurden die Mahlzeiten in der Küche des Lenker Löwenzentrums zubereitet. Dies war bis anhin eine gute Lösung. Nichtsdestotrotz wurde nach einer Optimierung gesucht und nun in der Altersheimküche in Matten gefunden.

Altersheimküche optimieren
Rund 5000 Tagesmahlzeiten werden für die Spitex-Klienten pro Jahr künftig in der Altersheimküche angestrebt. Zusätzlich kommen rund 2700 Mahlzeiten für die Lenker Tagesschule, welche während der Schulzeit drei Mal pro Woche ausgeliefert werden. «Der Vertrag zwischen der Lenker Schule und dem Altersheim in Matten konnte entsprechend angepasst und übernommen werden», freut sich auch Marianne Messerli, Lenker Gemeinderätin und Vorstandsmitglied der Spitex Obersimmental, über die gelungene Zusammenarbeit auf breiter Ebene.

«Der altersheiminterne Bedarf für unsere Gäste und Mitarbeitenden beläuft sich pro Jahr auf rund 10 000 Mittagsmahlzeiten», erläuterte Heimleiter Andreas Kurzen den Eigenbedarf. Für das Küchenteam des Altersheimes Matten bedeutet dies künftig ein bedeutender Mehraufwand. «Erfreulich ist die Kooperationsbereitschaft und Motivation der Küchenequipe des Altersheimes, welche diesem Projekt ausgesprochen positiv gegenüber steht», würdigt Ueli von Känel die Bereitschaft von Michael Bühler, Margrit Moor, Marlies Rasi und dem gesamten Küchenteam, das neue Projekt anzugehen und überzeugt umzusetzen.

Obersimmentaler Gemeinden stehen hinter dem Projekt
«Den eigentlichen Mittagsdienst werden wir personell ausbauen, aber rein vom Kochen her starten wir mit dem bisherigen Team in der bestehenden Altersheimküche», erläutert Heimleiter Andreas Kurzen die betriebsinternen Herausforderungen. «Das Küchenkonzept wurde mit einem Berater ausgearbeitet und dadurch gewisse Umlagerungen für eine reibungslose An- und Ablieferung angestrebt.»

«Im Bereich Infrastruktur hat die Spitex zusammen mit den Gemeinden mitgeholfen, die notwendige Küchenoptimierung vorzufinanzieren», spricht Marianne Messerli einen weiteren entscheidenden Punkt an. Die vier Obersimmentaler Gemeindebehörden unterstützen das Projekt vollumfänglich und haben diskussionslos Beiträge gesprochen. «Das avisierte Ziel ist es, mit der neuen Partnerschaft das Defizit des Mahlzeitendienstes, hervorgerufen durch die bisherigen Infrastruktur- und Personalkosten, zu reduzieren bzw. längerfristig sogar zu halbieren», so Ueli von Känel.

Mahlzeitendienst steht allen offen
Den Mahlzeitendienst der Spitex können grundsätzlich alle beanspruchen. Erfahrungsgemäss nutzen ihn jedoch primär Menschen, die auch sonst schon Spitex-Pflege beanspruchen. «Der Mahlzeitendienst ist ein wichtiges Angebot, damit die Selbstständigkeit unserer Klienten erhalten bleibt und diese solange als möglich in den eigenen vier Wänden bleiben können», so Ueli von Känel. Der Mahlzeitendienst steht auch Menschen offen, die kurzfristig darauf angewiesen sind. So kann dieser beispielsweise nachgeburtlich, nach einem Spitalaufenthalt oder auch sonst in Anspruch genommen werden.

Eine Mahlzeit kostet nach Hause geliefert 19.50 Franken. «Projektunabhängig leistet die Pro Senectute Obersimmental in den nächsten zwei Jahren einen Beitrag von einem Franken an jede Mahlzeit», verdankt Ueli von Känel das Engagement der Pro Senectute. Wichtig ist den Initianten auch, lokale Lieferanten zu berücksichtigen: «Sämtliche Lebensmittel kommen aus dem Einzugsgebiet, wo schliesslich auch wieder ausgeliefert wird», bestätigte Heimleiter Kurzen denn auch.

«Ein weiterer, wesentlicher Punkt der Zusammenarbeit ist, dass wir unseren Klienten künftig auch samstags und sonntags Mahlzeiten sowie bei Bedarf auch Nachtessen anbieten können», freut sich Marianne Messerli über die künftige Optimierung. Am Sonntag werde das Menu sogar mit einem Dessert bereichert. Ziel der Zusammenarbeit ist es, künftig an 365 Tagen pro Jahr Mahlzeiten im ganzen Obersimmental anbieten zu können. Die Mahlzeitenbestellung läuft wie bis anhin direkt über die Spitex Obersimmental.

Das Menu basiert auf demselben Menu, das die Altersheimbewohner auch geniessen. Geliefert wird es in einem Warmhaltegebinde mit Porzellaneinsatz, das die Wegwerfmentalität des Einweggeschirrs unterbindet. «Bei der Gebindeauswahl wurde die Warmhaltung, Isolation und Nachhaltigkeit stark gewichtet», erläuterte Andreas Kurzen. Nach Möglichkeit wird beim Klienten zu Hause direkt angerichtet und das Gebinde von den drei ausliefernden und erfahrenen Spitex-Frauen, welche auch künftig im Einsatz stehen und welche bei Bedarf durch das Spitex-Team unterstützt werden, wieder zurückgenommen und an die Altersheimküche zur Reinigung retourniert.

Dank an bisheriges Kochteam
In den letzten acht Jahren wurden die Mahlzeiten für den Spitex-Mahlzeitendienst in der Lenker Löwenküche durch Angela Frutig gekocht. Unterstützt und abgelöst wurde sie jeweils durch Beat Gersbach sowie Kari Koller. «Sie alle haben einen tollen Job gemacht, welchen wir sehr zu schätzen wissen», verdankte Ueli von Känel diesen langjährigen Effort. Angela Frutig wurde über die Neustrukturierung rechtzeitig informiert, so dass sie sich für eine neue Stelle umsehen und diese bereits antreten konnte. Die Überbrückung bis Ende Januar wird durch das bewährte Aushilfeteam mit Beat Gersbach und Kari Koller sichergestellt.

Abschliessend hielt Marianne Messerli die drei avisierten Schwerpunkte dieses gemeinsamen Projektes fest: «Wir legen Ressourcen zusammen, können so die Selbstständigkeit der SpitexKlienten zu Hause möglichst lange erhalten und tun erst noch etwas für die Umwelt.» Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sicherstellung von wertvollen Arbeitsplätzen in der Region. Eine ausgeklügelte Zusammenarbeit mit Hand und Fuss zum Wohl der Mitmenschen eben.

Erstellt am: 05.01.2019

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