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Ein Ja zur Billag schafft die SRG ab

Von Walter Dobler, Lenk/Ottenbach

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Mit Erstaunen habe ich den äusserst einseitigen und unsachlichen Leserbrief von Herrn Dreyer gelesen. Es fällt mir schwer, sachlich darauf zu antworten. Erlauben Sie mir, zuerst einmal die Landwirtschaft anzusprechen? Oftmals staune ich, wenn ich von den milliardenschweren Direktzahlungen und Subventionen an die Landwirtschaft lese. Wäre es nicht besser, wenn wir unsere Grenzen für einen freien Handel öffnen würden und dafür die Subventionen und Direktzahlungen aufheben würden? Ich bin gegen einen solchen Entscheid, da ich der Überzeugung bin, dass es die Landwirtschaft für unsere Grundversorgung braucht und dass unsere Landwirtschaft – trotz der Mehrkosten – ein wichtiges Stück unserer Heimat ist.

Mir geht es bei der SRG genau gleich. Für mich ist die SRG in ihrer Vielfalt – auch wenn sie mehr kostet als ein Privatsender im Berner Oberland – ebenfalls ein Stück Heimat. Wo immer ich bin, wo immer ich hingehe, versorgt mich die SRG mit den Nachrichten, die mich interessieren. Es geht bei No Billag um die Abschaffung eines Stücks Heimat. Wie bei der Landwirtschaft kann man auch dort über Sinn oder Unsinn gewisser Auswüchse demokratisch (d. h. unter Abwägung der Vor- und Nachteile für alle Bewohner) diskutieren. Aber den Stecker rausziehen (75 Prozent der Einnahmen ohne öffentliche Ersatzfinanzierung, Streichung des Leistungsauftrags in der Verfassung und neun Monate Zeit, um die Änderung zu realisieren) finde ich völlig unschweizerisch. Deshalb werde ich ein «Nein» zur No-Billag-Initiative in die Urne legen.

Erstellt am: 15.02.2018

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