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Vom Dorfbrand, von Feuersbrünsten und anderen Katastrophen

Vorführung der Feuerwehr beim Agensteinhaus zum «Jahr des Feuers»

Die Rückführung der alten Feuerspritze (1759, Allmenden) in das Talmuseum Agensteinhaus im Jahr 2019 war der Ausgangspunkt für die zweijährige Ausstellung zum Thema Feuer. In verschiedenen Veranstaltungen werden die grösseren Brände in der Region der letzten Jahrzehnte aufgezeigt. Vergangenen Donnerstag zeigte die Feuerwehr Erlenbach beim Talmuseum Agensteinhaus, wie bei einem Brand richtig reagiert wird und warum es schnell gehen muss.

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Vorführung der Feuerwehr beim Agensteinhaus zum «Jahr des Feuers»

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© Fabian Kopp

© Fabian Kopp

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Am Donnerstag, 25. August zeigte die Feuerwehr Erlenbach nun im Rahmen einer Übung, wie sie das Gebiet rund um einen Brand sichert, das Gebäude betritt, eventuell Personen oder Gegenstände rettet und dann den Brand löscht.

Bernhard Wüthrich begrüsste die Besucher und freute sich, dass auch die Regierungsstatthalterin Ariane Nottaris sowie der Feuerwehrinspektor Stefan Buchs gekommen waren. Im Themenjahr soll das «Feuer von der katastrophalen Seite» beleuchtet werden, erklärte der Präsident ad interim und übergab das Wort an den amtierenden Feuerwehrkommandanten Adrian Stucki. Dieser kommentierte für die Zuschauerinnen und Zuschauer die Übung. Er erklärte, was die Feuerwehrleute gerade machen und welches Ziel sie damit erreichen möchten. Adrian Stucki wies aber auch auf die Gefahren hin, die beim Löschen eines Brandes beachtet werden müssen.

Wichtig ist der Schutz des Agensteinhauses

Beim Agensteinhaus wäre es vor allem das Haus selber, das geschützt werden muss. Das Agensteinhaus ist ein Musterbeispiel eines Bauernhauses des späten 18. Jahrhunderts und ist ein Juwel des Tales. Es wurde in der Simmentaler Bauweise erstellt, welche Ständer- und Blockbau harmonisch vereinigt. Obwohl es nicht mehr in der kurz zurückliegenden barocken Manier bemalt und beschriftet ist, gilt seine nach Süden ausgerichtete vollsymmetrische, stark gegliederte und verzierte Hauptfassade als ein Meisterwerk. Am Haus wurden wenig bauliche Veränderungen vorgenommen und so präsentiert es sich heute weitgehend in seinem ursprünglichen Zustand.

Vorgehen im Brandfall

Beim Talmuseum muss die Feuerwehr darauf achten, dass Fenster und Türen behutsam geöffnet werden, und nicht zuviel zerstört wird – auch wenn es sonst einfacher gehen würde. Im Ernstfall können Schäden aber wohl nicht vermieden werden, erklärte Adrian Stucki. Bei einem Brandfall im Agensteinhaus würde als erstes die Alarmstufe A2 ausgerufen, ein mittlerer Brand. Weil das Agensteinhaus aber mitten im Dorf ist, umgeben von weiteren Holzhäusern, würde der Alarm sicher sofort erweitert, erklärte der Feuerwehrkommandant. Dann würde die gesamte Feuerwehr, etwa 40 Personen, sowie die Autodrehleiter (ADL) Spiez, ein Mobiler Grossventilator (MGV) von Thun und der Atemschutz (AS) aus Diemtigen aufgeboten.

Bei der Feuerübung fuhr als erstes der Atemschutzbus mit Materialanhänger und ca. acht Personen vor. Direkt dahinter das Tanklöschfahrzeug (TLF) mit ca. 1000 Liter Wasser. Beide Fahrzeuge wären in anderen Feuerwehren vielleicht auch schon Museumsstücke, denn der Toyotabus mit Jahrgang 1992 und das TLF, ein Unimog mit Jahrgang 1989, sind auch schon etwas älter. In Erlenbach verrichten sie ihren Dienst aber immer noch hervorragend.

Eine besondere Attraktion war die ADL der Feuerwehrkollegen aus Spiez, die bei der Übung ebenfalls zur Unterstützung ausgerückt war. Mit der ADL können nicht nur Personen aus grosser Höhe gerettet, sondern das Haus kann auch von oben gelöscht werden.

Im Anschluss an die Übung durften die Besucher im Korb der ADL mitfahren und einen Blick von oben auf das Agensteinhaus und ganz Erlenbach werfen. Nicht nur für die Kinder war das eine eindrückliche Höhe.

Nach der Übung lud der Verein «Freunde des Agensteinhauses» zu einem individuellen Rundgang durch das Museum ein. Bevor man dann zum gemeinsamen Bier überging.

Erstellt am: 03.09.2022

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