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Hammer-Comeback-Saison haut Skicrosser Gil Martin um

Am 28. März beendete der junge Därstettner Gil Martin die für ihn bisher unter düsterem Stern stehende Junioren-WM auf dem guten fünften Platz. Doch danach sah es zu Beginn seiner Comeback-Saison überhaupt nicht aus – und noch weniger kurz vor Ende!

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Hammer-Comeback-Saison haut Skicrosser Gil Martin um

Der Därstettner Gil Martin erreichte im Europacup-Gesamtklassement den 3. und an der Junioren-WM den 5. Rang.

Die österreichische Reiteralm wird zum Schlagwort in Gils Palmarès. Wie bereits berichtet, haute es den Skicrosser beim Herantasten an sein ehemaliges Niveau im Training derart um, dass er wieder bis Januar 2019 pausieren musste. Dann steigerte er sich rasant. Auch wenn sein noch genesendes Knie sich bemerkbar machte, gelang Gil im französischen Val Thorens ein Supercoup: Er gewann sein erstes Europacuprennen.

Nach diesem Erfolg bestritt der Lokalmatador die Rennen an der Lenk mit viel Motivation, ja und auch Erwartungen. Die erfüllten sich mit einem fünften Rang und dem 17. Rang nur mässig. In Frankreich konnte nur der Zeitlauf durchgeführt werden, da es extrem viel schneite. 20. Rang. twas besser lief es im deutschen Grasgehren. Erfreulichere Resultate aus Tschechien mit den Rängen acht und zwei in EC und FIS.

Bei den Schweizermeisterschaften in Hoch Ybrig traf der 19-jährige Aufsteiger auf den erfahrenen Armin Niederer. Déjà-vu von 2016 an der Lenk. Und wieder setzte sich der Rennprofi durch und der Jüngling schoss, bei versuchtem Überholmanöver mit graziöser Pirouette, beim Tor vorbei. Nun ja, am folgenden Tag legte Gil Martin vier Start-Ziel-Siege hin und eroberte den Junioren Schweizermeistertitel.

Zum Saisonschluss fanden die zwei wichtigsten Rennen, die über die Gesamtwertung im Europacup entschieden, statt. Auch für die künftige Kaderzugehörigkeit haben sie grosse Auswirkung! Gil spürte die letzten 14 Rennen in den Knochen! Die Zeitläufe gelangen dem Skicrosser super – beide Male fuhr er Bestzeit!

Im ersten Rennen reüssierte Martin mit dem guten fünften Rang. In der Gesamtwertung des Europacups stand Gil nun auf dem ausgezeichneten dritten Rang, aber die Verfolger auf Vier und Fünf waren immer noch auf Tuchfühlung. Eigentlich müsste ein Topresultat im letzten Rennen erzielt werden, um den Deutschen Dorsch und den Schweizer Lehikoinen zu distanzieren. Doch alles kam anders.

Voller Zuversicht nahm Gil das Rennen am zweiten Tag in Angriff. Urplötzlich, im ersten Heat (1/8 Finale), fuhr der französische Athlet hinter ihm auf seine Skier. Dieser flog raus und brachte den Därstettner aus dem Gleichgewicht, da haute es ihn um. Nein! Die Toprangierung war weg und nur wenige Punkte kamen auf sein EC-Konto dazu. Mit grosser Anspannung verfolgte Gil den weiteren Verlauf des Rennens, insbesondere die Fahrt von Dorsch. Da duellierte sich sein Schweizer Teamkollege mit dem Deutschen, wagte ein riskantes Überholmanöver vor seinen Augen und gewann überraschend den Heat. «Das war der emotionalste Moment in diesem Winter!», berichtete Gil, denn gleichzeitig war klar, dass er Dank seiner konstanten Leistung als Dritter in der Gesamtwertung abschliessen würde, der ganze Druck der letzten Monate löste sich, die Freude und grosse Zufriedenheit über das Erreichte erfüllten ihn. Geschafft!

Junioren-Weltmeisterschaft – bislang von Ungunst geprägt
So richtige Freunde wurden Gil und die Junioren-WM in den letzten zwei Jahren nicht. Beide Male überstand er die Zeitläufe nicht. Im Jahr 2018 reisten die Schweizer nicht nach Neuseeland an die Junioren-WM und Gils Knie wäre noch nicht fit genug gewesen. Also nun beim dritten Anlauf solls gelingen. Nach dieser anspruchsvollen Saison plagen ihn aber Husten, Halsschmerzen und Co… doch unterkriegen lassen will sich der robuste Simmentaler nicht! Saft und legale Tablettli sorgten für einigermassen freies Atmen.

Die Junioren-Weltmeisterschaft: Zeitlauf! Gil Martin war einfach nur glücklich, im Rennen und heil unten zu sein. Durch einen kleinen Fahrfehler, der ihn im Halbfinale leicht in den herausgerutschten Schnee trug, verlor er Tempo. Und schwups war Gil Martin nur noch Dritter, was das Small Final bedeutete. Dort gelang dem ungestümen Därstettner ein etwas freches Überholmanöver, dank dessen er sich an die Spitze schob und auf dem fünften Platz die Junioren-WM und seine Hammer-Saison beendete.

In den nächsten Tagen wird er zur Lehrabschlussprüfung antreten und nochmals alles geben. Dann kommt die ersehnte Erholungsphase und schon bald wird klar, auf welcher Kaderstufe es für ihn im Swiss-Ski-Team weiter gehen wird.

Erstellt am: 04.04.2019

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