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IG Spitalversorgung Simmental-Saanenland

Gefährdet das Gesundheitsnetz das Akutspital?

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Im Auftrag der Projektleitung hat der service public, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Daniel Arn, Bern, zur Gründungsversammlung des Vereins «Gesundheitsnetz Simmental-Saanenland» am 17. Juni 2013 eingeladen. Im März 2013 fand eine Vernehmlassung zur Gründung dieses Vereins statt. Hinter dem Begriff Gesundheitsnetz verbirgt sich die sogenannte «integrierte Versorgung», bestehend aus bis zu vier Medizentren.

Aus den Vernehmlassungsunterlagen geht hervor, dass von den praktizierenden Hausärzten in der Region nur eine einzige Stellungnahme eingegangen ist, die sich ablehnend äussert. Erstaunlich, denn die praktizierenden Hausärzte sollten die tragenden Pfeiler in diesem Gesundheitsnetz sein!

Leider wurde die Eingabe der IG in allen wichtigen Punkten nicht berücksichtigt. Die IG befürchtet, dass unter dem Namen MeGOS erneut versucht wird, den Akutspitalstandort Zweisimmen längerfristig zu schwächen, um es danach mangels Rentabilität schliessen zu können.

Die Sicherstellung der Grundversorgung ist Aufgabe des Kantons und darf nicht auf die lokale Bevölkerung abgewälzt werden. Umso mehr, weil die Gemeindebeiträge für das Akutspital – welchen alle Gemeinden zugestimmt hatten – vom Kanton abgelehnt wurden.

Warum sieht jetzt das neue Konzept vor, dass alle Gemeinden eine Pro-Kopf-Abgabe für die Grundversorgung entrichten müssen?

Die IG ist der Meinung, dass eine vertiefte Diskussion in einem erweiterten Kreis über Ziel, Zweck und Organisation vor einer Vereinsgründung zwingend ist. Die heute vorliegenden Statuten sind widersprüchlich und genügen zudem einer modernen, transparenten Vereinsstruktur nicht. Insbesondere ist die Stelle des Geschäftsführers öffentlich auszuschreiben. Auch darauf wurde ohne Begründung nicht eingetreten.

Wenn die Gemeinden jetzt nicht aufpassen, so werden sie sich in einer Organisation wiederfinden, die das Akutspital längerfristig gefährdet. Die Bevölkerung kämpft nun seit Jahren für den Erhalt des Akutspitals. Der Spital-erhalt muss im neuen Verein schriftlich niedergeschrieben werden.

Die IG hofft, dass an den Gemeindeversammlungen darüber diskutiert und der Volkswillen auf allen Stufen respektiert wird. Noch hat sich weder der Kanton noch die Spital STS AG explizit für den Erhalt des Akutspitals Zweisimmen ausgesprochen. Es darf nicht sein, dass mit dem neuen Verein dem Volk erneut Sand in die Augen gestreut wird!

Erstellt am: 30.05.2013

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