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«Härzbluet für üse FC Thun»

«Härzbluet»-Vorstand wanderte als Ballerinen verkleidet aufs Stockhorn

Am 20. August 2017 war es soweit: Der Vorstand des Vereins «Härzbluet FC Thun» löste seine Wettschuld ein und wanderte als Ballerinen verkleidet aufs Stockhorn. Grund dieses farbenfrohen Wandergrüppchens war eine in der vergangenen Saison proklamierte Wette. Nachdem «Härzbluet für üse FC Thun» im letzten Jahr die Erwartungen des Vorstandes weit übertroffen hatte, nahm die Vereinsleitung vergangenen Sonntag nun als Ballerinen verkleidet die Wanderung auf den Thuner Hausberg Stockhorn in Angriff.

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«Härzbluet»-Vorstand wanderte als Ballerinen verkleidet aufs Stockhorn

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Der «Härzbluet-Präsident» Luki Frieden wurde vor der Wanderung durch die professionelle Stylistin Fabienne Steffen geschminkt.

Fototermin der «Ballerinen» in der Mittelstation «Chrindi» vor dem Aufstieg auf den Stockhorn-Gipfel: Luki Frieden, Präsident «Härzbluet», Kassier Guido Feller, Beisitzer Lukas Klingler, Ruedi Balmer und Sekretär Silvan Egger.

«Härzbluet-Präsident» Luki Frieden

Die «Härzbluet»-Ballerinen des FC Thun auf dem Stockhorn.

Im Rahmen der finanziellen Rettungsaktion des FC Thun hatte sich der Verein «Härzbluet für üse FC Thun» erneut auf eine grosse Sammelaktion eingestellt.

Um den Anreiz für’s Sammeln zusätzlich etwas zu erhöhen, ging der Vorstand folgende Wette ein: «Wird die Summe von 175’000 Franken erreicht, wandert der Vereinsvorstand im Tutu verkleidet und als Ballerinen geschminkt aufs Stockhorn und tanzt anlässlich eines Heimspiels in der Stockhorn-Arena einen kleinen Ausschnitt aus dem Ballett «Schwanensee». Effektiv wurde dann der unglaubliche Betrag von über 300’000 Franken gesammelt.

Wanderung im rosa Ballettkleid

Ganz zum Leidwesen der fünf Männer des Härzbluet-Vorstandes musste der erste Teil der Wette nun also eingelöst werden. Vergangenen Sonntagmorgen um halb zehn Uhr in der Mittelstation «Chrindi» der Stockhornbahn war es soweit. Die zahlreichen Wanderer und Touristen konnten sich das Grinsen nicht verkneifen, als sie die fünf auffällig geschminkten männlichen «Ballerinen» mittleren Alters erblickten.

Von der Thuner Stylistin Fabienne Steffen perfekt geschminkt und begleitet von einer TV-Crew, nahmen die fünf Grazien in zügigem Tempo den Aufstieg auf den Gipfel unter die Füsse. Die kühle Morgenluft wollte genutzt sein, damit sie nicht in total verschwitzten Strümpfen oben ankamen. Trotzdem wurde im Berggasthaus Oberstockenalp eine kurze Verschnaufpause eingelegt. Das Kaffee-Fertig wurde den fünf hübschen «Grazien» mit einem Augenzwinkern offeriert.

Dank für die grosse Solidarität zum FC Thun

Die Mitglieder des «Härzbluet»-Vereinsvorstandes nahmen die Wetteinlösung mit Humor. «Natürlich bewegen wir uns hier nahe am ‹Sauglattismus›», erläuterte Härzbluet-Vorstandsmitglied Lukas Klingler, «aber uns war wichtig, dass wir bereit sind, für möglichst viel Spendengelder einen Einsatz zu leisten.» Und dies war damit geglückt. Ein letzter Schluck aus der Wasserflasche, dann ging der Aufstieg weiter.

Nach knapp zwei Stunden erreichten die – zum Teil bierbäuchigen – Männer erfolgreich den 2190 Meter hohen Gipfel des Stockhorns. «Die Demütigung, dass wir uns als unförmige Ballerinen aufs Stockhorn schleppen, nahmen wir sehr gerne in Kauf. Wir bedanken uns bei allen Spendenden herzlich. Durch die grosse Solidarität konnte der FC Thun vor dem finanziellen Kollaps gerettet werden», kommentierte Vereinspräsident Luki Frieden die Einlösung des ersten Teils der Wette.

Ausruhen können sie aber nicht sehr lange, denn bald schon steht eine weitere Ballett-Übungsstunde an. Im Oktober werden die Ballerinas dann den zweiten Teil der Wette einlösen und ihr «Können» anlässlich eines Heimspiels des FC Thun in der Stockhorn-Arena aufführen. Man darf gespannt sein!

Erstellt am: 22.08.2017

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