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Zusammenschluss Wasserversorgungsnetz Lenk mit St. Stephan

Im Trinkwasser-Verbund Obersimmental werden Synergien genutzt

Die Wasserversorgungen Lenk und St. Stephan wurden in den Stocken im Beisein der Behörden offiziell zusammengeschlossen. Damit wird der Spitzenbedarf beider Gemeinden sichergestellt und das Wasser-Reservoir-Volumen ergänzt sich.

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Zusammenschluss Wasserversorgungsnetz Lenk mit St. Stephan

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© Walter Zeller

Die beiden Brunnenmeister am Netzzusammenschluss: Links Rolf Aschwanden für das Netz an der Lenk und Martin Zahler für das Netz St. Stephan.

© Walter Zeller

Bei der Garage Hählen an der Wärme wird der Zusammenschluss der Wassernetze gefeiert.

© Walter Zeller

Rolf Aschwanden, Brunnenmeister Lenk, Andreas Schopfer, Projektleiter St. Stephan, Martin Bühler, Gemeinderat St. Stephan, Hans Walker, Gemeinderat Lenk, Martin Zahler, Brunnenmeister St. Stephan, Albin Buchs, Gemeindepräsident St. Stephan sowie Niklaus Müller, Wasserversorgung Zweisimmen.

Die Gemeinden im Kanton Bern müssen nach der generellen Wasserplanung (GWP) des Amts für Wasser und Abfall (AWA) nachweisen, dass der Spitzenbedarf mit minimalem Dargebot (minimale Quellschüttungen) abgedeckt werden kann und dass beim Ausfall des wichtigsten Wasserbezugsortes der mittlere Bedarf durch einen zweiten Standort sichergestellt ist. Das GWP regelt auch das minimale Reservoir-Volumen bezüglich Trink- und Löschwasser. Die Gemeinden sind gehalten, diese Vorschriften einzuhalten und/oder entsprechende Massnahmen zu ergreifen.

Die Wasserversorgung St. Stephan verfügt über viel Wasser. Die Wasserbilanz weist nach, dass sowohl die Versorgungssicherheit der Wasserversorgung an der Lenk, wie auch die Wasserversorgung Zweisimmen abgedeckt werden kann. Obwohl die Wasserversorgungen Lenk und Zweisimmen über mehr als genügend Wasser verfügen, benötigen sie für die Sicherstellung der Versorgungssicherheit einen weiteren Bezugsort. Der Wasserversorgung St. Stephan fehlt nach den neuen Vorschriften Reservoir-Volumen.

Der Kanton wollte Synergien nutzen und liess ein regionales Wasserversorgungskonzept ausarbeiten.

Aus den verschiedenen Varianten erwies sich die folgende Lösung am zweckmässigsten: Die beiden Netze der Wasserversorgungen Lenk und St. Stephan werden in den Stocken zusammengeschlossen. Damit kann die Wasserversorgung Lenk die fehlende Menge von 1420m³ pro Tag aus dem Netz der Wasserversorgung St. Stephan beziehen.

Im Gegenzug kann die Wasserversorgung St. Stephan das fehlende Reservoir-Volumen von 350m³ im Versorgungsnetz der Lenk nutzen und in diesem Umfang das Reservoir in St. Stephan kleiner gestalten. So können die beiden Netze betriebswirtschaftlich voneinander profitieren.

Beide Gemeinden haben dem Projekt zugestimmt und im Dezember 2013 wurden die Verträge unterschrieben. Das Projekt konnte in beiden Gemeinden im Kosten- und Zeitrahmen realisiert werden. Am 4. Dezember 2017 wurden an der gemeinsamen Übergabestelle in den Stocken die beiden Netze zusammengeschaltet und dem Betrieb übergeben.

Der Zusammenschluss mit dem Wasserversorgungsnetz Zweisimmen ist in Planung.

Erstellt am: 07.12.2017

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