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Dorfladen Matten wird weiter geführt

Bis in die 1970er Jahre zählte man im Dorf Matten noch fünf Verkaufsläden. Nicht zuletzt wegen des allmählichen Aufkommens der Grossverteiler und auch fehlender Nachfolge sind bis auf den Dorfladen von René und Heidi Gygax die anderen vier Geschäfte eingegangen. Anfang April hat jetzt Vreni D’Incau als neue Pächterin den Dorfladen in Matten übernommen. Sie freut sich, das Dorf Matten mit dem Verkaufsladen weiterhin zu beleben.

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Dorfladen Matten

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Familie Knubel aus Matten: hinten Hermann, Alfred, Adolf, Ernst und Armin; vorne Rosa, Mutter Alwine, Vater Alfred und Emil.

Die ehemalige Crew des Dorfladens Matten: Pia Bergmann, Gaby Greisler und Manuela Pfister.

Vreni D’Incau mit ihrer Mitarbeiterin Manuela Pfister.

Der Dorfladen Matten erscheint in neuem Glanz.

Die Geschichte des Dorfladens der Familie Gygax-Knubel in Matten steht stellvertretend für die Historie der Dorfläden in Matten: Vater Alfred Knubel bewirtschaftete mit seiner grossen Familie das kleine Heimwesen zwischen Dorfstrasse und Studweidli am heutigen Mattengässli. Dazu gehörte noch ein Maad am Albrist. Dieses Heimetli bot keine Existenz für die Söhne. Hermann und Alfred wanderten nach Amerika aus, Armin wurde Gemeindeschreiber. Leider starb er 1934 als junger Mann. Ernst sah sich nach harten Jahren im elterlichen Betrieb nach anderen Möglichkeiten um.

Der schwierige Start

Den Einstieg in sein Leben als Händler begann Ernst Knubel, geb 1904, mit dem Verkauf von Most ab seinem Lager in Hans Gobelis Keller (Dorfstrasse 13). Mit seinem roten Jeep brachte er die Lieferungen zu den Kunden. Dabei ergaben sich auch Transporte aller Art, die mit Jeep und Anhänger ausgeführt werden konnten, zum Beispiel Holz, Grien usw.

Das Geschäft läuft

Der Bau des Barackenlagers des Bundes direkt vor dem Laden im Jahr 1958 war ein absoluter Glücksfall für das Geschäft. Die damals häufigen Einquartierungen brachten rechten Umsatz. Ernst fuhr zusätzlich per Jeep mit seinem Angebot zum Militär, sei es auf den Flugplatz oder sonst wo ins Feld. Ein wichtiger Schritt war auch die Übernahme des Mineralwasserdepots, was geschäftlich eine starke Stütze wurde.

Heidi und René Gygax-Knubel

Tochter Heidi Knubel kehrte aus dem Aargau zurück und führte den Laden. Sie lernte den tüchtigen Handwerker René Gygax kennen, der zuerst im Kieswerk am Reulisbach arbeitete, dann aber 33 Jahre lang im Hotel Lenkerhof in Lenk technischer Betriebsleiter war. Sie heirateten im Jahr 1962.

René konnte sein handwerkliches Geschick und seine Hilfsbereitschaft im Geschäft seines Schwiegervaters Ernst Knubel anwenden, da immer etwas gebaut und erweitert wurde. Dem Ehepaar wurden ein Sohn und zwei Töchter geschenkt. Einen schweren Schicksalsschlag musste die Familie hinnehmen, als ihre jüngere Tochter auf dem Schulweg tödlich verunglückte.

Vater Ernst übergab im Jahre 1974 das Geschäft der jungen Familie. Heidi und René beschränkten sich auf den Laden mit einem sehr vielseitigen Sortiment und auf das offizielle Mineralwasserdepot. Mit Erfolg überstanden sie auch den Wegzug des Militärs und die wachsende Konkurrenz der Grossverteiler.

Ihr Wohn- und Geschäftshaus erneuerten sie in verschiedenen Etappen, sodass sie im Jahre 2009 die modernen Geschäftslokalitäten vermieten konnten, welche dann unter dem Namen «Dorfladen» durch die Firma Zbären Getränke AG, Lenk, betrieben wurde.

Vreni D’Incau ist neue Pächterin

Nachdem die Firma Zbären den Mietvertrag auf Frühjahr 2017 gekündigt hatte, wird der Dorfladen nun seit anfangs April 2017 von der neuen Pächterin Vreni D’Incau zusammen mit ihrer Mitarbeiterin Manuela Pfister weiter betrieben. Die Familie Gygax geniesst ihren wohlverdienten Ruhestand im schön ausgebauten Wohnteil ihres Geschäftshauses.

Keine unbekannten Gesichter im Dorfladen

Die neue Pächterin Vreni D’Incau war schon während der Jahre 1990 bis 2008 bei René und Heidi GygaxKnubel angestellt sowie von 2009 bis 2014 bei der Firma Zbären Getränke AG als Filialleiterin tätig. Die Mitarbeiterin Manuela Pfister kennt die Abläufe des Geschäftes ebenfalls bestens. Sie arbeitet bereits seit zwei Jahren im Betrieb.

Erstellt am: 11.04.2017

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