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Stimmungsvolle Bundesfeier mit Marco Büchel in St. Stephan

Mit rund 400 Festbesuchern wurden die Erwartungen der Organisatoren bei der erstmaligen Durchführung am 31. Juli 2017 bei Weitem übertroffen.

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Bundesfeier St. Stephan 2017

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Ein Höhepunkt der Feier war das gemeinsame Singen der Nationalhymne, begleitet vom Jodlerclub St. Stephan und mit Inbrunst dirigiert von Ueli Moor.

Ein Höhepunkt der Feier war das gemeinsame Singen der Nationalhymne, begleitet vom Jodlerclub St. Stephan und mit Inbrunst dirigiert von Ueli Moor.

Einer hat die Spitzensportler-Karriere hinter sich, der andere unmittelbar vor sich: Marco «Büxi» Büchel und Lars Rösti, C-Kader-Fahrer von SwissSki aus St. Stephan.

Gemeinderätin Pia Perren und Tourismuspräsidentin Veronika Zumbrunnen nahmen Marco "Büxi" Büchel nach seiner Festrede erfreut in ihre Mitte.

Marco Büchel hielt eine beeindruckende und gleichzeitig sympathische Festansprache, bei welcher die Zuhörer aufmerksam zuhörten.

Der Jodlerclub St. Stephan sang sich in der traumhaften Bergkulisse einmal mehr in die Herzen der Zuhörer.

Die Berner- und Schweizerfähnchen flatterten fröhlich im Wind, die Festbänke standen bereit, vom Grill roch es nach feinen Bratwürsten und Cervelats und das Schwyzerörgelitrio Rinderberg begrüsste mit lüpfigen Klängen bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel die zahlreich eintreffenden Gäste auf dem Festplatz beim Schulzentrum Moos.

Bei ausgelassener Stimmung genossen die Gäste die feinen Speisen und Getränke aus der Festwirtschaft, welche vom Moto-Club in souveräner Art und Weise geführt wurde und auch dem unerwartet grossen Publikumsandrang problemlos standhielt. Rege wurde diskutiert und geplaudert und die Kinder vergnügten sich auf dem Spielplatz und der naheliegenden Spielwiese. Die St. Stäffener, zahlreiche Stammgäste und auch Besucher aus den Nachbargemeinden bewiesen einmal mehr, dass sie ein besonders festfreudiges Völklein sind. Dies war auch ganz im Sinne von Gemeinderätin Pia Perren, welche durch den Abend führte und betonte, wie wichtig solche Veranstaltungen für den Zusammenhalt der Bevölkerung sind und sie es bedauere, dass in vielen anderen Gemeinden der Schweiz der Stellenwert einer Bundesfeier mehr und mehr in Frage gestellt werde. Besonders freute sie sich über das Engagement der freiwilligen Helfer, was in der heutigen Zeit leider nicht mehr selbstverständlich sei.

Gegen 20 Uhr stieg die Spannung unter den Gästen allmählich an. Was wird wohl der erfolgreiche ehemalige Weltcup-Skirennfahrer Marco «Büxi» Büchel in seiner Festansprache erzählen? Pia Perren stellte den Ehrengast, welcher übrigens Liechtensteiner- und Schweizer-Doppelbürger ist, in sympathischer und kurzweiliger Form vor. So erwähnte sie zum Beispiel seine zahlreichen Erfolge wie die 4 gewonnen Weltcuprennen, 18 Podestplätze und die Teilnahmen an 6 Olympiaden, 10 Weltmeisterschaften und 300 Weltcuprennen. Heute ist Marco Büchel unter anderem als Skiexperte beim ZDF tätig und vertritt als Markenbotschafter bekannte Firmen. Seine Devise laute: Ufstah, Chronä richtä u sofort witermache!

Marco Büchel betrat die Bühne und hatte die Zuhörerinnen und Zuhörer sofort auf seiner Seite. So bescherte ihm die Bemerkung, dass er nebst den 4 Weltcupsiegen allerdings auch 296 Mal verloren habe, die ersten Lacher. Auch über das Ende seiner Karriere als Skirennfahrer hinaus ist Marco Büchel dem Sport sehr stark verbunden und hat unter anderem schon am Jungfrau-Marathon teilgenommen. Das Simmental ist ihm nicht ganz unbekannt, war er doch von einem Besuch am Hangar Rockin› in St. Stephan, welches er auf jeden Fall gerne wieder einmal besuchen werde, vollends begeistert. In seiner Rede sprach er über seine vielen positiven und prägenden Erlebnisse, welche ihm der Sport beschert habe und spickte diese mit passenden Zitaten von bekannten Zeitgenossen. Das Leben sei nach seiner Interpretation ein Zusammenspiel zwischen mentaler Stärke, Kraft, Gefühl und Herz. Er habe bisher viel Glück gehabt in seinem Leben und frage sich oft, ob er auf der Reise durchs Leben zufällig die richtige Abzweigung genommen habe. Er ist überzeugt, dass am Scheideweg des Lebens kein Wegweiser steht und es jeder selber in der Hand hat, wo ihn der Weg hinführt. Wichtig sei für ihn aber auch die Verwurzelung zu seiner Heimat, dem 2600-Seelen-Dorf Triesenberg in Liechtenstein wo er noch heute lebt und aufgewachsen sei und er zog Parallelen zum heutigen Anlass in St. Stephan. Ein intakte Gemeinschaft im Dorf, wo man sich kennt, aber auch Werte wie der Respekt für das Kleine, Misstrauen gegen alles Aufgeblähte, die Sauberkeit, die Pünktlichkeit oder das Recht auf Mitbestimmung schätze er sehr an Liechtenstein und der Schweiz. Er wies aber ebenso darauf hin, dass die Schweiz inmitten Europas liege und dies auch in 100 Jahren noch so sein werde und appellierte an Offenheit und Solidarität gegenüber unseren Nachbaren.

Unter grossem Applaus überlies Marco Büchel die Bühne dem Jodlerklub St. Stephan der bereits zuvor mit seinen berührenden Vorträgen das Publikum in seinen Bann zog und jeweils für andächtige Stille auf dem Festplatz sorgte. Der Dirigent Ueli Moor und seine Jodlerkollegen stimmten nun die Schweizer Nationalhymne an, welche unter tatkräftiger Unterstützung des Publikums zu einem weiteren emotionalen Höhepunkt des Abends wurde. Beim Dorfen, einem Glas Wein oder einem Café mit einer feinen Gübeli-Crèmeschnitte, Örgeli und Bass-Klängen und spontanem Jodeln, klang der Abend bis in die frühen Stunden des 1. August gemütlich aus.

Erstellt am: 02.08.2017

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