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Jubiläum 75 Jahre Jodlerklub Wimmis

Jodlerklub Wimmis bereitet seit 75 Jahren Freude

Am 21. April feierte der Jodlerklub Wimmis anlässlich eines denkwürdigen Jubiläumsabends sein 75-jähriges Bestehen. Im Beisein eines aufmerksamen Publikums sowie hochkarätigen Gästen aus der Jodelszene und der Lokalpolitik wurde das Jubiläum würdig begangen.

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Jubiläum 75 Jahre Jodlerklub Wimmis

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Gemeindepräsident Peter Schmid gratulierte dem Jodlerklub im Namen der Einwohnergemeinde Wimmis.

Karin Niederberger überbrachte als EJV-Zentralpräsidentin eine sympathische Grussbotschaft.

Pfarrerin Sarah Müller und Gemeindepräsident Peter Schmid überreichten den jubilierenden Jodlern je ein Klubfoto.

Überraschende „Naselumpe-Kontrolle“ wie vor 75 Jahren durch Sarah Müller im Auftrag von Gemeindepräsident Peter Schmid (links).

Die Mitglieder des Jodlerklubs Wimmis hörten dem feinen Gesang der Schüpferimeitli aus Buochs aufmerksam zu.

Der Jodlerklub Wimmis wurde von vielen Seiten reich beschenkt.

Die Familienformation „d’Lasenberg“ aus Erlenbach gab dem Abend mit Örgeli, Bass und Löffeln den pfiffigen Ton.

Die Familienformation „d’Lasenberg“ aus Erlenbach gab dem Abend mit Örgeli, Bass und Löffeln den pfiffigen Ton.

BKJV-Präsident Stephan Haldemann, das Moderationsduo Bruno Stucki und Sarah Müller, JK-Präsident Adrian Stucki sowie Gemeindepräsident Peter Schmid bereicherten den Jubiläumsabend.

Der jubilierende Jodlerklub Wimmis sang mit „Üsers Dorf“ dem Publikum aus dem Herzen.

Die kraftvolle Frühlingssonne stand bereits tief, als vergangenen Samstag auffallend viele Menschen im Trachtengewand der Schulanlage Chrümig entgegen strömten: Grund war der Jodlerklub Wimmis, der aus Anlass seines 75-Jahr-Jubiläums zum Jodlerabend eingeladen hatte. Als aufmerksamer Gastgeber überreichte der Präsident Adrian Stucki den eintreffenden Ehrengästen einen wunderschönen Rosen-Anstecker und begleitete sie direkt zu den reservierten Plätzen. Der Turnverein Wimmis kümmerte sich fortan als freundschaftlich verbundener Verein um das Wohlergehen der Konzertbesucher.

Wenn vom Niese d’Laui fahre…

Das Moderations-Duo Bruno Stucki und Sarah Müller begrüsste die Festgemeinde herzlich. Mit «Es Lied, e Jutz» von Ueli Zahnd eröffnete der gastgebende Jodlerklub unter der Leitung von Beat Stauffer den Konzertabend. «Z’Jodellied isch für mi no schöner als die schönschti Symphonie» sangen die 17 Männer und drei Frauen aus vollem Herzen und erfreuten damit das Publikum.

Ausgesprochen passend zur aktuellen Schneesituation am Niesen sangen die Gastgeber im zweiten Konzertblock im Lied «Am Thunersee» von Adolf Stähli: «Wenn vom Niese d’Laui fahre, git’s scho Chirschibluescht am See, und im Nussbaum niste d’Stare, als hät’s ni ne Winter g’gee», ein eigentlicher Höhepunkt des gebotenen bunten Liederstrausses. Doch auch die Gastformationen erfreuten das Publikum: Die urchigen Stimmen des Jodlerklubs Flüehblüemli Kiental etwa mit den Naturjutzen aus der Feder klubinterner Komponisten. So wie der «Flüeblüemli Jutz» vom Dirigenten Adrian Ryter, welcher zu Ehren und zum Gedenken an die verstorbenen Jodelkameraden vorgetragen wurde.

Auch die beiden ausstrahlungsstarken Jodlerinnen aus Buochs, die Geschwister Silvia und Anita, besser bekannt unter dem Namen «Schüpferimeitli», wussten mit ihren glockenreinen Stimmen und den feinen Liedern wie etwa «Liebs Schutzängeli» und ihrem sympathischen Nidwaldner Dialekt zu gefallen. So nahm man den beiden Schwestern die Liedstrophe: «Mir sind Meitli vom Land und trägit z’Trachtegwand» gerne ab. Umrahmt wurden die Liedvorträge von der fünfköpfigen Familie Dubach aus Erlenbach, die als Familienformation Lasenberg in zwei Generationen anwesend war und die Gäste vor dem Jodelkonzert mit ihren rassigen Örgeli-Klängen einstimmte und danach zum Tanze animierte.

75 Jahre Jodlerklub Wimmis – was für ein schönes Jubiläum!
«Wenn die Gemeinderatspräsidentin Barbara Josi in der Berner Sonntagstracht und ich im Chüjermutz erscheinen, dann ist in Wimmis etwas Spezielles los! 75 Jahre Jodlerklub Wimmis – was für ein schönes Jubiläum», mit diesen sympathischen Worten überbrachte der Gemeindepräsident Peter Schmid die Grüsse der Einwohnergemeinde Wimmis: «Wenn ein Dorfverein 75-jährig wird, bedeutet dies auch 75 Jahre verschiedenste Mitglieder, Freunde, Sympathisanten und Familienmitglieder, die an den unterschiedlichsten Anlässen des Jodlerklubs mitbeteiligt sind. Darum ist nicht nur der Jodlerklub als Gesangsgruppe alleine, sondern die ganze Entourage, die ganze Jodlerfamilie in diesem Jubiläum mit eingeschlossen und ihnen allen gebührt ein ganz grosser Dank».

Auch den 17 sangesfreudigen Männern, welche im Jahr 1943 – mitten in den Kriegswirren des 2. Weltkrieges – den mutigen Schritt wagten und im Bahnhofrestaurant Wimmis den Jodlerklub gründeten, gedachte der Gemeindepräsident ehrend. Als ganz spezieller Gründungsvater erwähnte Schmid den Kunstmaler Kari Spring, der als Dorforiginal schlechthin galt und verschiedene Texte zu Jodelliedern beigetragen hatte, wie beispielsweise zum Lied «Üsers Dorf». «Kari Spring wollte die Natur und die Menschen nicht nur auf die Leinwand bringen, er wollte sie auch in seinen Liedtexten beschreiben. Diese lassen erahnen, dass Kari ein Mensch war, der den unermesslichen Reichtum und die gewaltige Schönheit unserer Heimat mit offenen Augen, wachem Geist und grosser Ehrfurcht zur Kenntnis nahm». Zur Freude aller trug der jubilierende Jodlerklub dieses Lied im zweiten Konzertteil vor.

Mit Liedern Menschen eine Freude bereiten
Die Zentralpräsidentin Karin Niederberger überbrachte in breitestem Bündner Dialekt die Grussbotschaft des Eidgenössischen Jodlerverbandes und war vom Grundgedanken des Jodlerklubs Wimmis, mit Liedern Menschen eine Freude zu bereiten, der bis heute an Bedeutung nichts verloren habe, beeindruckt: «Wenn man die Zeilen eures Gemeindepräsidenten in der Festschrift liest, spürt man, wie wichtig euer Klub in der Gemeinde ist. Ihr vermittelt mit euren Liedern und Naturjutzen ein positives Lebensgefühl. Seit 75 Jahren tragt ihr mit Herzblut und Leidenschaft zu dieser Tradition Sorge. Ihr seid damit wichtige Kulturbotschafter für das Bernbiet und den ganzen eidgenössischen Jodlerverband. Darum ist es Zeit, Danke zu sagen, für eure Heimat- und Traditionsverbundenheit». Symbolisch überreichte die höchste Jodlerin der Schweiz dem Jodlerklub-Präsidenten die Standarte des eidgenössischen Verbandes als Erinnerung und Dank an dieses Jubiläum und liess durch ihre beiden Kinder an alle Klubmitglieder ein Edelweiss-Pflänzli verteilen: «Überreicht dies euren Partnerinnen oder Familienangehörigen mit Dank für die Arbeit im Hintergrund und schickt mir davon ein Selfie, damit ich wieder mal etwas von euch höre», meinte sie lachend. Den Tag hatte die volksverbundene Zentralpräsidentin mit ihren Kindern übrigens auf dem Niesen genossen.
Singen schüttet Glückshormone aus
Sarah Müller konnte anschliessend ihren Pfarrkollegen, den BKJV-Präsidenten Stephan Haldemann, auf die Bühne bitten. Dieser überbrachte die Grüsse und Glückwünsche des kantonalen Jodelverbandes: «Was wäre unser Alltag ohne Musik? Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass beim Singen Glückshormone ausgeschüttet werden, die Sauerstoffversorgung vom Körper steigt und das Immunsystem gestärkt wird; was eigentlich ein guter Grund wäre, bei unseren Mitgliedern eine Vergünstigung bei den Krankenkassenprämien anzustreben», meinte der Verbandspräsident humorvoll, «Es bedeutet aber ganz konkret, dass der Jodlerklub Wimmis seit 75 Jahren auch dazu beiträgt, die Gesundheit der Mitglieder und der Zuhörenden zu verbessern». Mit dem Wunsch auf weiterhin gute Kameradschaft überreichte er dem Jodlerklub die traditionelle BKJV-Holzgebse mit Inschrift.
Amüsante Kontrolle aus dem Jahre 1943
«Es muss alles seine Ordnung haben», mit diesen Worten stürmte Gemeindepräsident Peter Schmid auf die Bühne und liess das Publikum an einer Zeitreise ins Jahr 1943 teilhaben. Der damalige Gemeindepräsident kontrollierte die Ordnung und Tüchtigkeit des neu gegründeten Vereins, damit der Gemeindeversammlung Rechenschaft abgelegt werden könne. So gab er der «Gemeindeschreiberin» Sarah Müller den Auftrag, folgende Kontrollen ohne Rekursmöglichkeit zu machen: «Kannst Du bitte kontrollieren, ob alle einen sauberen ‹Naselumpe› bei sich haben!» Im Weiteren wurden auch die Sauberkeit der Hemdenkragen, der Fingernägel, die Rasur sowie ein möglicher Läusebefall per Stichproben kontrolliert. Das Publikum amüsierte sich über diese für alle überraschende Einlage königlich.
Zum Jubiläum reich beschenkt
Gemeindepräsident Peter Schmid und Sarah Müller überreichten jedem Aktivmitglied als Erinnerung ein Klubfoto. Doch auch diverse befreundete Vereine sowie die Jodlerfrauen gratulierten, teilweise sogar in Gedichtform und übergaben originelle Geschenke zum Jubiläum. Erfreut durfte der Jodlerklub sämtliche zwölf aktuellen Ehrenmitglieder im Saal begrüssen; mit Walter Bähler, Fritz Dummermuth, Stephan Luginbühl sowie Markus Buchschacher vier sogar noch als Aktivmitglieder.
Grossartig inszeniertes Jubiläum
«Wir können stolz sein, durften wir doch heute Abend Liederkost vom Feinsten hören», verdankte der Wimmiser Jodlerklubpräsident Adrian Stucki abschliessend den Einsatz aller Gastformationen, ohne dabei auch die vielen Mitwirkenden im Hintergrund und das Publikum zu vergessen. Ein spezieller Dank ging an Co-Moderatorin Sarah Müller, ansonsten als Pfarrerin in Wimmis tätig, in Form eines Blumenstrausses. Diese freute sich, dem Jodlerkub zum Jubiläum etwas zurückgegeben zu haben.

Neben rund 300 Konzertbesuchern genossen unter anderem auch Regierungsstatthalterin Ariane Nottaris sowie die Gemeinderatspräsidentin und frisch gewählte Grossrätin Barbara Josi den stimmigen Jodlerabend und das gesellschaftliche Beisammensein im eigenen Dorf. Ein grossartig organisierter und inszenierter Jubiläumsabend des Jodlerklubs Wimmis!

Erstellt am: 25.04.2018

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