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Kulturstiftung Lenk und Hochschule der Künste Bern brachte Operetten, Opern und Arien an die Lenk

Von «Sünden» bis ins «Land des Lächeln»

Zum ersten Mal fand vom 17. bis 19. Juni das Simmenklänge-Festival an der Lenk statt – in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kulturförderung Lenk und der Hochschule der Künste Bern (HKB). Die jungen Berufsmusikerinnen und -musiker präsentierten eine spezifische Auswahl von Kaffeehausmusik, Kammerkonzerten, zwei Mini-Opern als Studierendenprojekt, auch an ungewöhnlichen Orten wie dem Senevita Halten, dem Hangar im Sporthotel Wildstrubel und der Lobby des Lenkerhofs Gourmet Spa Resort. Tanja A. Baumgartner führte einen Meisterkurs durch und für Familien gab es ein spezielles Event am Lenkersee.

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Simmenklänge

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© Kerstin Kopp

Simmenklänge-Festival Kaffeehausmusik

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Kaffeehausmusik in der Lobby des Lenkerhofs mit Pauline Siggen am Piano und Lorène Quinodoz (Sopran).

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Xuenan Liu und Katharina Willi in der Oper «Das letzte Mahl im Land des Lächelns», im Hintergrund Roumen Kroumov am Klavier.

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Simmenklänge Oper

Mara Möritz mit Ansi Verwey am Klavier beim Abschlusskonzert des Meisterkurses.

Abschlusskonzert des Simmenklänge-Festivals an der Lenk mit Daria Akulova.

Mara Möritz mit Ansi Verwey am Klavier beim Abschlusskonzert des Meisterkurses.

Daria Akulova, Xuenan Liu, Sofia Bemperidou, Mara Möritz, Valentina Russo, Lucija Ercegovac, Angela Wiedmer und Kursleiterin Tanja A. Baumgartner beim Abschlusskonzert des Simmenklänge-Festivals.

Zwei der vielfältigen Studierendenprojekte des Masterstudiengangs Oper wurden dieses Jahr im Rahmen des Festivals Simmenklänge an der Lenk vorgestellt: die Oper «All about sins – die sieben Todsünden» nach Kurt Weill/Berthold Brecht am Freitagabend und die Oper «Das letzte Mahl im Land des Lächelns».

«Todsünden» im Hangar Club

Der Hangar Club wurde für die Aufführung «All about sins», ein Projekt von Adi Denner (Sopran) und Paula Meyer (Mezzosopran), ausgewählt – vielleicht ein sehr treffender Ort, wer weiss, was in der Geschichte des Hangars alles so passiert ist. Das Stück ist eine bunte Mischung verschiedener Arien und Songs von George Bizet, Georg Friedrich Händel, Cole Porter, Johann Strauss und Kurt Weill. Ein Opern-Cabaret zu einem Thema, welches Künstler aller Epochen schon immer beschäftigt hat: die Sünde.

«Das letzte Mahl im Land des Lächelns»

In dem zweiten, am Sonntagnachmittag in der Schule Lenk vorgeführten Projekt, vereinten Xuenan Liu aus China, Airi Yamada aus Japan und Katharina Willi aus der Schweiz die Operette «Im Land des Lächelns» von Franz Lehár mit Elementen aus «Madame Butterfly». Junge Menschen, die aus verschiedenen Kulturkreisen kommen, treffen in dem Stück aufeinander. Was ursprünglich im Operetten-China, wie man sich dieses Anfang des 19. Jahrhunderts vorstellte, aufgeführt wurde, adaptierten die drei Studierenden in die heutige Zeit.

Die jungen Sängerinnen und der Sänger präsentierten die bekannten, wunderbaren Melodien von «Immer nur lächeln», «Wer hat die Liebe mir ins Herz gesenkt» oder «Dein ist mein ganzes Herz» voller Emotionen und sehr ausdrucksstark. Roumen Kroumov, der auch bei der einheimischen Musikschule Saanenland-Obersimmental unterrichtet, begleitete die Künstler sehr einfühlsam. Die von Airi Yamada in ihrer Muttersprache berührend gesungenen original japanischen Lieder entführten die Zuhörenden in Gedanken nach Japan.

Abschlusskonzert mit bekannten und weniger bekannten Arien

Nach dem sonntäglichen Meisterkurs Gesang mit Leiterin Tanja A. Baumgartner waren sechs Studentinnen und ein Student bereit, aus ihrem vielfältigen Repertoire einige Lieder mit enormer Professionalität vorzutragen. Mit Furore – nämlich der Arie «In furore iustissimae irae»aus der Cantate Nr. 1 von Antonio Vivaldi – begann Mara Möritz. Die sieben jungen Leute begeisterten und liessen in die Welt der Oper und der Operetten eintauchen: von Brahms Zigeunerliedern, über die Arie der Polina von Tchaikowsky bis zu «La fleur que tu m´avais jetée» aus «Carmen» von Georges Bizet. Es war wunderbar anzuhören und eine enorme Leistung bei der grossen Hitze am letzten Sonntag.

Leider wurden die fantastischen Angebote nicht so viel von Einheimischen oder Gästen besucht, wie erhofft. Schade, denn die jungen Opern- und Operetten-Talente waren wirklich hervorragend und brachten mit ihrem Repertoire an Arien und Liedern sehr viel Herzblut und Emotionen zum Publikum. Im nächsten Jahr soll das Simmenklänge-Festival dennoch weitergeführt werden, vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt, äusserte sich Marleen Tschopp, Koordinatorin Fachbereich Musik der HKB abschliessend.

Erstellt am: 23.06.2022

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