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Antwort auf den Leserbrief von Pfarrer Daniel Guggisberg

Von Thomas Knutti

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Werter Daniel

Besten Dank für deinen Leserbrief in der letzten Simmental Zeitung, in welchem du mich explizit erwähnt hast. Selbstverständlich darf ein Pfarrer auch seine Meinung vertreten. Dass sich die Kirche, wie bei der Unternehmens-Verantwortungs-Initiative, in einem politischen Abstimmungskampf einmischt, ist jedoch nicht korrekt. Das ist nicht der Auftrag der Kirche.

Ich bin der Meinung, dass die Kirche in den letzten Jahren ihre Aufgaben vernachlässigt hat. Sie sollte herausfinden, wieso die Bevölkerung den Gottesdiensten fernbleibt und viele Menschen aus der Kirche austreten.

Ich glaube nicht, dass die Menschen den Glauben an Gott verloren haben. Vielleicht wäre es ja gerade gut, wenn im Gottesdienst auch über politische Geschehnisse berichtet würde. Dies müsste aber neutral gehalten werden, sonst bekämen die Kirchgänger ein trügerisches Bild vom Dorfpfarrer und das Vertrauen würde Schaden nehmen.

Ein Pfarrer ist für mich eine Respektsperson. In der Not ist er für alle Menschen da. In Därstetten wirst du als unser Pfarrer wahrgenommen und nicht als Botschafter einer Vorlage, welche die Armut in der ganzen Welt noch fördert. Ich bitte dich daher höflich, das Transparent am Pfarrhaus zu entfernen. Ich würde dies übrigens auch nicht gutheissen, wenn es sich um ein politisches Thema handeln würde, für welches ich mich einsetze.

Im Grossen Rat habe ich mich übrigens (wie du in deinem Leserbrief erwähnt hast) für eine angemessene staatliche Entschädigung eingesetzt, was wichtig und richtig ist für unser gesellschaftliches Zusammenleben.

Gerne werde ich an einem deiner nächsten Gottesdienste in der Kirche Därstetten teilnehmen und ich würde mich natürlich freuen, wenn ich meine Argumente darlegen könnte, aus welchem Grund wir Grossräte einen Brief an die Landeskirchen verfasst haben.
Grossrat (SVP), Weissenburg

Erstellt am: 19.11.2020

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