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Das Krankenhaus im Hamsterrad

Von Christoph Gerber

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Es war einmal im Simmental

ein gut geführtes Akutspital.

Es herrschte viel Betrieb im Haus,

die Patienten gingen ein und aus.

Die Ärzte machten ganze Arbeit.

Die Genesung brauchte wenig Zeit.

Dann aber fanden STS und Schnegg,

das Krankenhaus, das muss jetzt weg.

Nach Thun soll gehen Fritz und Franz

per Helikopter oder Ambulanz.

Zweisimmen auf der Abschussrampe,

schon bald erlöscht die letzte Lampe.

Besser geht es Hund und Katz,

die haben ihre Klinik schon am Platz.

So geht’s seit 20 Jahren hin und her.

Kaum einer versteht die Welt nicht mehr.

Anstatt mit Volks- und Ständemehr zu operieren,

versucht die Lokalpolitik, Neues zu probieren.

So kommt es, wie es kommen muss,

zum Unverständnis und Verdruss.

Ein einziger Bürger im hintersten Tal,

bringt die ganze Sache zu Fall.

Die Mehrheit davon aufgeschreckt,

hat postwendend ein neues Konzept ausgeheckt.

Doch diesmal, o Herr Jemineh,

gibt’s im andern Tal keine Mehrheit mehr.

Wie weiter nun, das ist die Frage.

Denn alle hoffen auf bessere Tage.

Wer krank ist, hat schlechte Karten.

Denn weiter geht das lange Warten

auf eine Lösung von Kanton und Bund,

die sich raushalten ohne Grund.

Den Bürgern, vor allem im hintersten Tal,

wünsch ich beste Gesundheit allemal,

auf dass sie benötigen kein Spital.

Erstellt am: 07.12.2023

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