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Nageltasche fiel dem Tourismus zum Opfer

Von Hanspeter Mürner

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Als ich an einem schönen Maientag in die Berge stieg, um die Zäune für den Sommer zu erstellen, geschah etwas schwer Begreifbares. Ich war den ganzen Tag in meine Arbeit vertieft, den rauen Wind in den Ohren und die Sonne brannte auf mich nieder. Ich war sehr zufrieden mit meiner Arbeit, kam ich doch gut voran. So, dass ich auch mal die Aussicht genoss.

Am späteren Nachmittag, als ich am Wegrand ankam, legte ich die verschwitzte Nageltasche mit Blutspuren von kleinen Blessuren mit samt den verkrüppelten Agraffen an den Wegrand. Ich stieg weiter dem Zaun entlang und steckte die Pfähle in die Löcher. Ich sah, wie unten am Weg zwei Wanderer entlang gingen. Eine halbe Stunde später, als sich die Sonne im Tal senkte, machte ich mich auf den Rückweg zu meinem Werkzeug. Erstaunt stellte ich fest, die Nageltasche mit samt den verkrüppelten Agraffen war unauffindbar! Man stelle sich vor, man hätte eine gut befahrbare Strasse, was hätte da sonst noch alles den Weg ins Tal gefunden, wenn es nicht mühsam hinunter getragen werden müsste. So stieg ich dann abends müde und auch etwas wehmütig ins Tal, dachte an meine liebe Nageltasche und ob ihr wohl jetzt ein besseres Leben bevorstehe. Ich hoffe, dass sie weiterhin ihrer Bestimmung nachgehen kann und nicht achtlos in der Ecke landet, hat sie doch auch ihre Tücken. Dem neuen Besitzer viel Erfolg bei der Arbeit. ,
Matten (St. Stephan)

Erstellt am: 07.05.2020

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