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Jahrhunderthochwasser der Simme

Nach längerem Dauerregen, laut Station Boltigen ca. 60mm/24h, stieg der Simmenpegel vergangenen Dienstag, 14. November gegen Mittag auf 120m³/s (Abflussmessung Messstelle Oberwil) an, sank aber bis 16 Uhr auf 90m³/s. Danach stieg er bis 19 Uhr sehr rasch auf 150m³ an (Gefahrenstufe 4 von 5).

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Jahrhunderthochwasser der Simme

© www.hydrodaten.admin.ch

Abflusswerte an der Messstelle Oberwil Quelle: www.hydrodaten.admin.ch

Die Simme schwappte dann im Bereich Längacher-Matte (Haus Bigler Ida ehemals) auf den Simmendamm. Zudem stiess sie an die Metallträger der ehemaligen Notbrücke und lagerte Schwemmholz darauf ab.

Durch diesen Rückstau gab es nach der Brücke eine Welle, welche bis zum Rand der neuen Mattenbrücke schlug und dort die Schalung beschädigte.

«Wir errichteten auf einer Länge von rund 200m mit Schalltafeln, Paletten und Sandsäcken einen Schutzwall. Zudem wurde das Treibholz ab dem Eisenträger mit einem Bagger und einem Holzkran entfernt», so Boltigens Feuerwehrkommandant Adrian Bieri. Der Pegel lag im Bereich ab Koordinate 597 487/164 753 bis zur Mattenbrücke bis zu 30cm über dem Damm.

Auch im Bereich Gryden-Weissenbach lag der Pegel zeitweise leicht über der Böschung, jedoch ohne Gebäude zu gefährden.

Der Pegel stieg bis gegen 22 Uhr auf 164.65 und begann dann langsam wieder zu sinken und lag um Mitternacht wieder unter knapp unter 150m³/s.

Die Seitenbäche gaben dagegen in der Zeit keine nennenswerten Probleme, einzig durch den Rückstau der Simme waren die Pegel im Einlaufbereich sehr hoch. Zudem bildeten sich an den bekannten Stellen Seen. «Aus historischer Sicht war der Pegel von 164.6 m³/s der dritthöchste je gemessene Wert seit 100 Jahren. Einzig die Jahre 1944 mit 200 m³/s und 2005 mit 167 m³/s wiesen höhere Werte auf. Statistisch gesehen entspricht das einem 50-jährigen Ereignis», ergänzte der Feuerwehrkommandant.

Erstellt am: 24.11.2023

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